24 Juli 2026

St. Christopher - the Christ bearer / Der Hl. Christophorus - der Christusträger


You can read the story of St. Christopher on Catholic Online.


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Gedenktag katholisch Weltkirche: 25. Juli
Gedenktag katholisch in Ö. und D.: 24. Juli

Laut Legende hat er das Christuskind und damit die ganze Last der Welt getragen: der heilige Christophorus. Obwohl seine Existenz nicht sicher bewiesen werden kann, ist er ein beliebter Heiliger und Schutzpatron und wird als einer der 14 Nothelfer angerufen.

So wenig man von ihm weiß - das Leben des Christophorus basiert größtenteils auf Legenden - und so sagenhaft die Geschichten sind, die sich um ihn ranken, es gab eine Zeit, in der der bloße Blick auf eine Darstellungen des Hl. Christophorus als heilbringend galt und vor Gefahren auf den Weg, vor allem einem plötzlichen Tod retten sollte.

Schon im Mittelalter kamen Zweifel an der Historizität des Heiligen auf. Am Beginn der Neuzeit kritisierten Gestalten wie Nikolaus von Kues, Erasmus von Rotterdam und Martin Luther unisono die Verehrung des Hl. Christophorus als heidnischen Götzendienst. Das tat der Volksfrömmigkeit allerdings keinen Abbruch - im Gegenteil.

Als gesichert gilt die Weihe einer Kirche auf seinen Namen in Chalkedon, dem heutigen Stadtteil Kadiköy in Istanbul. Ausgehend vom 5. Jahrhundert bildeten sich zwei verschiedene Legendenstränge:

  • Der östlichen Legende zufolge ist Christophorus ein Kynokephale (hundsköpfiges Wesen). Durch die Taufe erlernte er die griechische Sprache und erhielt den Namen Christophorus. Die Darstellung des Heiligen als hundsköpfiges Wesen spricht für die These, dass dieser Kult im hellenistisch-ägyptischen Bereich entstanden sein könnte, mit klarem Verweis auf den altägyptischen Anubiskult. Weitaus plausibler aber ist eine andere Hypothese:

    Demnach hätte sich der Riese für die römische Armee anwerben lassen und sich unter dem Namen Christophorus zum Christentum bekehrt. Wegen seines Bekehrungswerkes verhaftet und vor den Richter geschleppt, habe er dennoch nicht von seinem Glauben abgelassen: Er wurde zum Tode verurteilt und enthauptet. Christophorus, der „Christusträger“; hat Christus also tatsächlich bis zum Martyrium im Herzen getragen – wie der Esel Christus am Palmsonntag nach Jerusalem getragen hat. Aus diesem Grund soll sich der Brauch durchgesetzt haben, Christophorus mit einem Eselskopf darzustellen, aus dem dann später ein Hundskopf geworden ist: eine Ikonographie also, die nicht auf heidnische Kulturen zurückzuführen ist, sondern sich im Schoß des Christentums entwickelt hat.

  • Im Westen bildeten sich die Legenden erst in Italien und ab dem siebten Jahrhundert in Spanien. Die bekannte Legende vom Christusträger kommt im 13. Jahrhundert auf:

    Darin ist Christophorus ein menschlicher Riese namens Reprobus, der auf der Suche nach dem mächtigsten Herrscher ist, dem er dienen kann. Nach dem König und dem Kaiser will Christophorus schließlich dem Teufel dienen. Dieser muss aber zugeben, dass Christus über ihm steht. Nachdem Christophorus den Teufel verlässt, begegnete er nach langem Suchen einem Einsiedler, der ihm bestätigt, dass Christus wirklich der mächtigste Herrscher ist und er ihm dienen kann, indem er anstelle des Fährmanns Reisende auf seinem Rücken über einen gefährlichen Fluss trägt. Darüber freue sich Christus so sehr, dass er ihm eines Tages erscheinen wird.

    Nachts hört Christophorus eine Kinderstimme rufen und sieht ein Kind, das er hinübertragen soll. Als er aber mit diesem Kind auf der Schulter ins Wasser steigt, wird die Last immer schwerer, das Wasser steigt an und Christophorus fürchtet zu ertrinken. Er glaubt, die ganze Welt ruhe auf seinen Schultern. „Mehr als die Welt hast du getragen“, sagt das Kind zu ihm, „der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde“. Das Kind drückt ihn unter das Wasser und tauft ihn so.

    Am Ufer erkennt Christophorus Christus als seinen Herrn, der ihm aufträgt, ans andere Ufer zurückzukehren und seinen Stab in den Boden zu stecken. Zur Bestätigung seiner Taufe werde sein Stab grünen und blühen. Als Christophorus am Morgen erwacht, sieht er, dass aus seinem Stab tatsächlich ein Palmbaum mit Früchten gewachsen ist.

    Er wird zunächst Soldat und zieht dann als Missionar durch Lykien. Als riesenhafter Soldat erleidet er in der Christenverfolgung unter Kaiser Decius am 25. Juli um das Jahr 250 in Samo, in Lykien, den Märtyrertod. Er wird mit eisernen Ruten geschlagen und mit glühendem Metall traktiert - doch er bleibt unversehrt. Nicht einmal die auf ihn abgefeuerten Pfeile können ihm etwas anhaben, sie blieben einfach in der Luft stehen – einer aber trifft den König ins Auge, so dass er erblindet. Da befiehlt der König, Christophorus das Haupt abzuschlagen, doch bevor er stirbt, kann er noch zum König sagen: „Bestreiche dein Auge mit meinem Blut, so wirst du dein Augenlicht zurückerlangen!“ Der König tut wie ihm geheißen, kann wieder sehen und bekehrt sich.

Der Gedenktag wird im deutschen Sprachgebiet besonders gefeiert:

Des heiligen Christophorus wird in der Weltkirche am 25. Juli gedacht. Da an diesem Tag aber bereits der heilige Apostel Jakobus gefeiert wird, ist das Gedenken an den hl. Christophorus in den Hintergrund getreten.

Die Reform des Heiligenkalenders unter Papst Paul VI. 1970 strebte an, dass die Heiligen im Vergleich zu den Christusfesten nicht das ganze Kirchenjahr dominieren. Daher wurde die gleichzeitige Feier von mehreren Heiligen an einem Tag abgeschafft, so dass der heilige Christophorus zwar noch immer seinen Gedenktag am 25. Juli hat, aber nur noch das wichtigere Apostelfest des heilige Jakobus im Gottesdienst gefeiert wird.

Doch wegen der verbreiteten Verehrung des heiligen Christophorus - er zählt zu den 14 Nothelfern - erhielt der Heilige im regionalen Heiligenkalender des deutschen Sprachgebiets am 24. Juli seinen eigenen, einen sogenannten "nicht gebotenen" Gedenktag, an dem er auch im Gottesdienst gefeiert werden kann.

Er ist der Patron von Werne; des Verkehrs, der Furten und Bergstraßen; der Fuhrleute, Schiffer, Flößer, Fährleute, Brückenbauer, Seeleute, Soldaten, Pilger, Reisenden, Kraftfahrer, Chauffeure, Luftschiffer, Straßenwärter, Lastenträger, Bergleute, Zimmerleute, Hutmacher, Färber, Buchbinder, Goldschmiede, Schatzgräber, Obsthändler, Gärtner, Athleten; im Osten der Ärzte und gegen Krankheit; von Bergstraßen, Festungen; der Kinder; gegen Pest, Seuchen, Epilepsie, unerwarteten Tod, Hagel, Augenleiden, Blindheit, Zahnweh, Wunden; gegen Feuer- und Wassergefahren, Dürre, Sturm, Unwetter.



Quellen: Erzbistum Köln, Erzdiözese Wien, Heiligenlexikon.de, Katholische Kirche Österreich, Vatican News.

St. Charbel Makhlouf / Hl. Charbel Makhlūf

Watch the movie "Charbel" on EWTN here.

St. Charbel Makhlouf was born Youssef Antoun Makhlouf in northern Lebanon in 1828. Raised in a devout family, he was influenced by his hermit uncle to pursue a life devoted to God. At 23, he entered the Monastery of St. Maron, where he lived a life of prayer, work, and silence, and took the name Charbel after a second-century martyr.

Ordained a priest in 1859, Charbel became known for his deep devotion to the Eucharist and his strict ascetic practices. He lived in obedience and humility, focusing entirely on union with God. He was respected by Muslims of his time who considered him a holy man and a “wonder worker.”

In 1875, he requested to live as a hermit. His superiors, recognizing his holiness and having witnessed his miracles, allowed him to withdraw to the hermitage. He spent the next 23 years there in solitude, prayer, fasting, and penance.

On December 16, 1898, while celebrating Mass, Charbel suffered a stroke. He died on December 24. Soon after his burial, a mysterious light was seen surrounding his tomb, and reports of healings and miracles began to spread.

Devotion to St. Charbel has grown worldwide, especially among those seeking physical and spiritual healing. Canonized by Pope Paul VI in 1977, he has been credited with more than 30 thousand miracles after his death.


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Taufname: Joseph Anton, arabisch Yussef Antoun
Gedenktag katholisch: 24. Juli

Der heilige Charbel wurde mit dem Geburtsnamen Joussef Antoun Makhlūf in einem kleinen libanesischen Bergdorf, Bequa-Kafra, am 8. Mai 1828 geborgen.

Mit 23 Jahren verließ er über Nacht seine Familie und wanderte zum Kloster Unserer Lieben Frau von Maïfouk. Er weigerte sich, seiner bald nachgereisten Familie zu begegnen, und verabschiedete sich von seiner Mutter durch die verschlossene Tür mit den Worten: „Mutter, wir sehen uns im Himmel wieder.“ 1852 schickte ihn sein Abt ins Maronkloster von Annaya, wo er dem Mönchsorden der Maronitischen Kirche beitrat, den sogenannten „Baladiten“ (von arabisch „baladiyah – Landmönche“). Sein Ordensname Charbel, latinisiert Sarbelius, ist der eines der ersten Märtyrer der Kirche von Antiochien. Im Kloster war sein Lehrer der selige Mimatullah al Hardini. Dieser selige Novizenmeister zeichnete sich durch eine besondere Verehrung der Gottesmutter aus. Nach 16 Jahren Klosterleben zog er sich als Eremit in die Einsiedelei oberhalb des Klosters Anaya mit Erlaubnis seiner Oberen zurück.

Am 16. Dezember 1898 1898 erlitt er beim liturgischen Gebet „O Vater der Wahrheit“ einen Schlaganfall, während er die Heilige Messe zelebriert. Diese Worte wiederholte er unablässig bis zu seinem Tod, der ihn während der Weihnachtsvigil am 24. Dezember 1898 im Alter von 70 Jahren ereilte. Das Gebet „O Vater der Wahrheit“ entstammt den liturgischen Gebeten des maronitischen Ritus. Er wurde auf dem Friedhof des St.-Maron-Klosters in Annaya der Ordenstradition entsprechend ohne Sarg direkt in der Erde bestattet.

Bereits während des Lebens vom heiligen Charbel wurde die Behauptung aufgestellt, er habe einen psychisch Kranken durch das Vorlesen aus dem Evangelium geheilt und Getreidefelder vor den Heuschrecken bewahrt, indem er sie mit Weihwasser besprengt hatte.

Im Jahr 1954 unterzeichnete Papst Pius XII. die Entscheidung zur Seligsprechung. Am 5. Dezember 1965 leitete Papst Paul VI. die Zeremonie der Seligsprechung während der Beendigung des II. Vatikanischen Konsils.

Im Jahre 1976 unterzeichnete Papst Paul VI. die Entscheidung der Heiligsprechung des seligen Charbel, die am 9. Oktober 1977 erfolgte.

Das berühmteste Wunder des heiligen Charbel, welches sich bereits zu seinen Lebzeiten ereignete und auf vielen Bildern dargestellt ist, ist jenes mit der Öllampe. Charbel bat im Kloster darum, dass die Öllampe für seine Zelle wieder aufgefüllt werde. Zwei Gefährten beschlossen, dem Mönch einen Streich zu spielen und füllten anstelle mit Öl die Lampe mit Wasser auf. Sie beobachteten dann Charbel durch einen Türspalt in der Holztüre von seiner Klosterzelle. Als Charbel die Lampe zu entzünden begann und sie anstelle mit Öl mit Wasser brannte, fingen jene, die ihm den Streich gespielt hatten an zu flüstern und erstaunt zu sein. Sie erregten die Aufmerksamkeit des Klosteroberen. Nachdem er die Geschichte der Männer angehört hatte, untersuchte er selbst in Charbel’s Zelle den Inhalt der Lampe. Er löschte die Lampe des heiligen Charbel und versuchte sie mit seiner eigenen Lampe neu zu entzünden. Dann nahm er den Docht aus der Lampe heraus und probierte die Flüssigkeit. Er gab die Lampe Charbel zurück, der sie wiederum vor den Augen der anderen anzündete.

Nach dem Tod des heiligen Charbel am 24. Dezember 1898 wurde in den klösterlichen Aufzeichnungen vermerkt, dass er wohl über seinen Tod hinaus wirken würde. Ganz besonders hervorgehoben wurde sein Gehorsam, der als eher engelsgleich als menschlich beschrieben wurde.

Nach dem Ableben des heiligen Charbel begann sein Grab in einem außergewöhnlichen Glanz zu erscheinen. Erst nach 45 Tagen wurde das Licht schwächer. Das öffentliche Interesse wuchs und Pilger versuchten, Teile seiner Reliquien zu stehlen. Die Behörden nahmen dies zum Anlass, das Grab zu öffnen. Der Leib des Heiligen war unverwest und man bemerkte eine blutähnliche Flüssigkeit, die aus dem Körper austrat. Die Flüssigkeit wurde mit Tüchern aufgefangen.

Eine der Heilungen auf die Fürsprache des heiligen Charbel fand im Jahr 1993 statt. Nouhad el-Chami hatte eine weit fortgeschrittene Arterienverengung mit einer Lähmung und war Mutter von 12 Kindern. Nachdem sie in der Einsiedelei gebetet hatte, sah Nouhad am 21. Januar 1933 den heiligen Charbel im Traum. Der heilige Charbel wirkte dabei als Arzt in Begleitung der Gottesmutter und des heiligen Maron (Gründer der Maronitischen Kirche, die mit Rom vereinigt ist). Nouhad el-Chami erhielt vom heiligen Charbel den Auftrag, den Rosenkranz zu beten und dafür Sorge zu tragen, dass er am 22. jedes Monats verehrt würde. Aus diesem Grunde pilgern viele Menschen jeden 22. vom Kloster des heiligen Charbel hinauf zur Einsiedelei und beten. Die Wallfahrten zum heiligen Charbel bekommen die Unterstützung der maronitischen Bischöfe. Die Kirche im Libanon hat das Wunder der Heilung, welche Nouhad el-Chami erfuhr, angenommen und es wurde mit Hilfe der Bischöfe und Priester bekannt gemacht.

Im Haus von Nouhad el-Chami befindet sich auch ein Bild des heiligen Charbel, das Öl absondert.

Litanei zum Heiligen Charbel Makhlūf

V./A. Herr, erbarme dich unser.
V./A. Christus, erbarme dich unser.
V./A. Herr, erbarme dich unser.
V. Christus, höre uns. A. Christus, erhöre uns.

V. Gott, Vater im Himmel, A. erbarme dich unser.
V. Gott Sohn, Erlöser der Welt, A. erbarme dich unser.
V. Gott, Heiliger Geist, A. erbarme dich unser.
V. Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, A. erbarme dich unser.

V. Heiliger Charbel Makhlouf, A. bitte für uns.
Du große geistliche Zeder vom Libanon,
Du gehorsamer Sohn armer Bauern,
Du frommer Gott-Sucher,
Du opferbereiter Mönch,
Du gottverbundener Priester,
Du bussfertiger Einsiedler,
Du beharrlicher Beter,
Du gotterleuchteter Ratgeber,
Du hilfreicher Vater der Armen,
Du Tröster der Leidenden,
Du Fürsprecher der Bedrängten,
Du einflussreicher Mittler des Friedens,
Du wundermächtiger Helfer in Krankheit und Not,

V. Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt - A. verschone uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt - A. erhöre uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt - A. erbarme dich unser, o Herr.

Du bist Gross in deinen Heiligen, Gütiger Gott, und schenkst uns durch sie Dein Erbarmen.

V. Lasset uns beten: Allmächtiger dreieiniger Gott, du hast den heiligen Charbel in deinen besonderen Dienst berufen und mit ganz grossen Gnaden beschenkt. Durch seine Vermittlung hast du vielen Leidenden wunderbar geholfen, Kranke geheilt, Sünder bekehrt und Trauernde getröstet. Ich vertraue fest darauf, dass er mit seiner Fürsprache auch mir helfen kann. Ich biete dir seine Tugenden, Opfer und Gebete an und bitte dich demütig um baldige Hilfe in meinen Anliegen und Sorgen. Verherrliche deine Macht und Güte und deinen treuen Diener vom Libanon, indem du mir Erhörung gewährst. Dann will ich mit ihm zusammen dir von Herzen danken und dich loben und anbeten, der du die Liebe bist und über alle Geschöpfe machtvoll waltest in Ewigkeit. A. Amen.

(Charbel Makhlouf (1828 - 1898). Solidarité Liban-Suisse, Mai 2015.)


Sources/Quellen: YouTube, Heilig-Blut-Gemeinschaft e.V., Heiligenlexikon, Religiöse Artikel aus Lourdes und Bistum Augsburg.

22 Juli 2026

Hl. Maria Magdalena / St. Mary Magdalene






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Gedenktag katholisch: 22. Juli

Maria Magdalena - auch Maria von Magdala - ist vermutlich eine der umstrittensten Personen in der Bibel. Oft als Sünderin, Prostituierte oder Liebhaberin Jesu verunglimpft, wurde sie dennoch von Papst Franziskus 2016 mit den restlichen Aposteln gleichgestellt. Immerhin war sie es, die Jesus auf seinem Weg zum Kreuz begleitet hatte - bis zum Moment seines Todes.

Dass Frauen in der Bibel nicht stark vertreten sind, ist allgemein bekannt. Daher ist es wahrscheinlich auch wenig überraschend, dass Maria Magdalena, neben der Mutter Jesu, die einzige Frau ist, deren Name in allen vier Evangelien erwähnt wird. Allein schon ihr Name lässt auf sie als eine emanzipierte, eigenständige Persönlichkeit zurückschließen. Anders als für Frauen zu damaligen Zeiten üblich, ist sie nach keinem Ehemann, Sohn oder Bruder benannt: Maria Magdalena, oder auch Maria von Magdala, nach ihrem Geburtsort am See Genezareth, dem heutigen Migdal in Israel.

Der Jüngerkreis Jesu war größer als die bekannten zwölf Männer und umfasste auch Frauen, unter denen Maria offenbar eine besondere Stellung hatte, denn die Listen der Frauen im Neuen Testament werden stets von ihr angeführt.

Laut Lukasevangelium (Lukas 8,1-2) verließ Maria Magdalena ihren Geburtsort, nachdem Jesus sie von sieben Dämonen geheilt hatte und wurde eine seiner vermutlich treuesten Anhängerinnen.

Maria sorgte - wie andere Frauen auch - insbesondere für Jesu Lebensunterhalt (Lukas 8,3). Mit Jesus und den Jüngern zog Maria nach Jerusalem; zusammen mit zwei anderen Frauen flüchtete sie aber nicht wie die anderen Jünger, sondern blieb bei der Kreuzigung und dem Sterben Jesu dabei (Matthäus 27,55-56). Sie war bei der Kreuzabnahme dabei und verweilte weinend an seinem Grab (Matthäus 27,61). Sie ging dann am Morgen nach dem Sabbat (zusammen mit Maria, der Mutter des Jakobus und Salome) zum Grab, um den Leichnam Jesu einzubalsamieren; sie wurden die ersten Zeuginnen des leeren Grabes (Johannes 20,11, Markus 16,6) und erhielten den Auftrag, dieses den sich versteckt haltenden Jüngern zu berichten (Markus 16,7) - eine Szene die auch oft in Bildern dargestellt wird.

In Johannes 20,11-18 erschien Jesus nach seiner Auferstehung als erstes vor Maria Magdalena, die ihn allerdings nicht erkannte und für den Gärtner hielt. Sobald er aber ihren Namen sprach, wurde Maria klar, wer vor ihr stand und berichtete den anderen Jüngern von seiner Auferstehung.

Über ihr weiteres Schicksal fehlen biblische oder andere zuverlässige Berichte. Der Legende zufolge ist Maria Magdalena bzw. Maria von Bethanien mit ihren zwei Geschwistern Lazarus und Martha von christenfeindlichen Juden in ein Schiff ohne Steuer und Segel gesetzt, dem Meer überantwortet und Wind und Wellen preisgegeben worden. Das Schiff erreichte Marseille; sie soll dann einige Jahre als Einsiedlerin in einer Höhle nahe dem heutigen St-Maximin-la-Sainte-Baume, inmitten von wilden Tieren in völliger Einsamkeit gelebt haben, dort gestorben und begraben worden.

Nach einer griechischen Überlieferung befand sich ihr Grab zu Ephesus, von wo Kaiser Leon VI. 899 die Reliquien nach Konstantinopel überführte. Auch die Mönche von Vézelay behaupteten seit dem 11. Jahrhundert., den Leib Maria Magdalena zu besitzen. Der Überlieferung nach wurden Marias sterbliche Überreste im 9. Jahrhundert in das Kloster überführt. Dieses Kloster wurde ab dem 11. Jahrhundert zu einem Wallfahrtsort, besonders als Zwischenstation der Pilger auf der Wallfahrt zu Jakobus nach Santiago de Compostela. Weitere Reliquien werden in Paris, Exeter und Halberstadt verehrt.

Als erste Botschafterin von Ostern wurde Maria von westlichen und östlichen Kirchenvätern wie Augustinus, Hippolyt von Rom oder Johannes „Chrysostomus” und Cyrill von Alexandria auch als "neue Eva" angesehen.

Die Gleichsetzung von Maria Magdalena mit der namenlosen Sünderin, die Jesus die Füße salbte (Lukas 7,36-50) und mit Maria von Bethanien, die Jesus nach dem Johannes-Evangelium die Füße gesalbt hatte, wurde schon 373 im Kommentar von Ephraim dem Syrer vollzogen. Origenes trennte die Figuren, aber im Jahr 591 hat der Hl. Papst Gregor I. der Große (Gregorius Magnus) diese Gleichsetzung in seinen Auslegungen wieder bestätigt.

In einer Ansprache über die Heilige Maria Magdalena im Jahr 2006 sagte Papst Benedikt XVI.:

Die Geschichte von Maria Magdalena erinnert uns alle an eine grundlegende Wahrheit. Ein Jünger Christi ist jemand, der in der Erfahrung menschlicher Schwäche die Demut besaß, Ihn um Hilfe zu bitten, von Ihm geheilt wurde und Ihm eng nachfolgte, um so Zeuge der Macht Seiner barmherzigen Liebe zu werden, die stärker ist als Sünde und Tod.

Maria Magdalena ist Patronin der Frauen, reuigen Sünderinnen, Verführten, der Kinder, die schwer gehen lernen; der Handschuhmacher, Kammmacher, Friseure, Salbenmischer, Parfüm- und Puderhersteller, Bleigießer, Böttcher, Weißengerber, Wollweber, Gärtner, Winzer, Weinhändler, Schüler und Studenten. Außerdem wird sie angerufen bei Augenleiden. Sie wird häufig dargestellt als vornehme Dame oder als Büßerin vor einer Höhle mit Totenkopf, Geißel und Salbengefäß.


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Feast day Catholic: July 22.

The Church celebrates St. Mary Magdalene because of her example of virtue and loyalty to Christ. She was a devoted disciple and close friend of Jesus during the time of His ministry, and one of the few who remained with Him during His agony on the Cross. Finally, she was one of the three women who went to anoint His body in the tomb on Easter morning, becoming the first person to announce the Resurrection to others, when she went and told the Apostles that He had risen.

Mary Magdalene is perhaps best known for being the woman who had seven demons cast out of her (Mark 16:9) and for her immoral lifestyle. In Luke 8:2, we meet “Mary, called Magdalene.” St. Luke describes her as a woman “from whom seven demons had gone out.” This tells us two things about her background. She is Mary from Magdala on the shores of the Sea of Galilee (whether by birth or residence, we do not know), and a woman whose wayward life led her to be possessed by seven demons. Though her life of sin is an important part of her story, far more important is how she lived after meeting Christ. Her life of virtue, and penitence for her past sins, is why she is considered a great saint and looked to as proof of God’s mercy and grace.

She is also known for being the most prominent woman mentioned in the New Testament, aside from the unique place of the Lord’s Mother. She accompanied Jesus and His disciples from early in His Ministry to the end in His Passion, Death, and Resurrection. She was the first person Jesus appeared to after His Resurrection, and the first person the Lord asked to proclaim the Good News of the Resurrection.

She has long been referred to as being a prostitute, though nowhere in Scripture does it specify that she was one. The Gospel writers do share that she was a great sinner, without specifying in what way. Nonetheless, in the ancient world, women without a father or husband to provide for them often ended up in that profession.

She is thought by some to be the woman caught in adultery, whose stoning the Lord prevents, and whom He tells to “go and do not sin again” (John 8:11). However, since He also says this to the sinful woman who anoints His feet, this is not a likely connection. In fact, neither the Greek nor Latin Fathers of the Church held this view.

Since this identification immediately follows Luke’s account of the sinful woman who anoints the Lord’s feet with expensive ointment, and whom the Lord asks to save some for His burial (Luke 7:36-50), the sinful woman is often understood as Magdelene.

Mary the sister of Martha and Lazarus of Bethany is likewise often identified as the same person. This Mary similarly anoints the Lord’s feet with a costly ointment, as the sinful woman did and as Magdalene would do of Christ’s Body in death. In this view, Bethany is likely her origin, Magdala where she lived.
In general, the opinions on who Mary Magdalene was tend to be divided along Greek and Latin lines. The Latin or Western Fathers of the Church generally hold that St. Mary Magdalene, the sinful woman, and Mary of Bethany are the same, while the Greek or Eastern Fathers that they are three different women. Scripture provides no clear solution to this question.

Mary Magdalene was not Jesus’ wife. Our Lord was not married to any woman. Any reference that is made to Christ and His Bride refers to the Church - of which all the redeemed are members. Some contemporary works of fiction make such claims, but nothing in secular history, nor Church history and tradition, supports them.
The only relationship between Jesus and Mary was that of Teacher and disciple, Savior and saved. This is the same love and friendship between the Lord and those whom He has redeemed – beginning with the Apostles and disciples who accompanied Him during His lifetime.

She is called “Apostle to the Apostles” because she was the first person Christ instructed to proclaim the Good News of His Resurrection to the Apostles (John 20:17). It is said that St. Hippolytus (c. 170- c.235) gave her this title.

According to the most commonly held tradition, Mary Magdalene and other friends of Jesus went by boat to the south of France and converted the whole of Provence. This account holds that she retired to a hill or cave, La Sainte-Baume, where she lived a life of great penance for thirty years and then died. It is said that she died there and St. Maximinus buried her in his chapel, known today as the Basilica of St. Mary Magdalene, in Saint-Maximin-la-Sainte-Baume. Today, people continue to visit the crypt at the Basilica to pray at her tomb and to view her relics.

In an address given by Pope Benedict XVI in 2006 on St. Mary Magdalene, he said,

The story of Mary of Magdala reminds us all of a fundamental truth. A disciple of Christ is one who, in the experience of human weakness, has had the humility to ask for His help, has been healed by Him, and has set out following closely after Him, becoming a witness of the power of His merciful love that is stronger than sin and death.

Mary Magdalene is the patron saint of women, repentant sinners, those who have been seduced, and children who are having difficulty learning to walk; of glove makers, comb makers, hairdressers, ointment makers, perfume and powder makers, lead casters, coopers, tanners, wool weavers, gardeners, vintners, wine merchants, pupils, and students. She is also invoked for eye ailments. She is frequently depicted as a noblewoman or as a penitent before a cave containing a skull, scourge, and ointment jar.


Quellen: Katholische Kirche Steiermark, Domradio.de, Heiligenlexikon.de, orf.at, EWTN.

20 Juli 2026

Der Prophet Elija

Gedenktag katholisch: 20. Juli

Besonders der Karmeliterorden, der einzige im Heiligen Land entstandene Orden, bezieht sich auf ihn als Ordensvater. Der Leitspruch des Ordens „Es lebt der Herr, vor dessen Angesicht ich stehe“ entspricht dem ersten Satz, den das 17. Kapitel des ersten Buchs der Könige von ihm überliefert.

Elijas Wirken in der Geschichte Israels hat ca. 15 Jahre gedauert. Er wurde zum größten Propheten im Nordreich Israel.

Elija ("Mein Gott ist JHWH") wurde ca. 912 v. Chr. geboren und war ein Prophet aus Thischbe in Gilead, heute el-Istib, 5 km nördlich von 'Ajlun in Jordanien. Er wurde im Glauben an den einzigen Gott Jahwe erzogen. Israel war geteilt in Nord- und Südreich und war dem Baalskult verfallen, einem kanaanitischen Fruchtbarkeitsgott.

Gott hatte Elija als Prophet in seinen Dienst gerufen. Er ging getreu der Weisung Gottes zu König Ahab und sagte schwere Dürrejahre voraus - als Konsequenz dafür, dass die Menschen vom Glauben an Gott abgefallen waren und Baal verehrten. In einem Land, das vom Ackerbau abhängig war, war dies eine Katastrophe. Als tatächlich eine Hungersnot über das Land zog, machte König Ahab Elija dafür verantwortlich. Elija musste sich vor dem König in Sicherheit bringen und verbarg sich am Bach Kerit. Fernab jeder Siedlung versorgte ihn Gott auf wunderbare Weise. "Morgens und abends brachte ihm die Raben Brot und Fleisch" (1 Kön 17,6).

Dann schickte Gott Elija nach Norden in die Stadt Sarepta, der Heimatstadt Königin Isebels. Die meisten Einwohner der Stadt waren Anhänger des Gottes Baal. Dort traf Elija auf eine Witwe und bat sie, sie möge ihm etwas zu essen bringen. Die Frau, die kaum mehr Vorräte hatte, war trotzdem bereit, dieses Wenige mit ihm zu teilen, und machte aus dem letzten Mehl und Öl etwas zu essen. Als Dank ließ Gott ihren Mehltopf und den Ölkrug nicht leer werden, sondern füllte sie immer wieder auf wundersame Weise neu (1 Kön 17,16). So wurde deutlich, dass sich nicht Baal um seine Stadt kümmerte, sondern der Gott Israels.

Nach drei langen Jahren der Dürre sandte Gott Elija zurück an den Königshof. Als der König Elija sah, wurde er wütend. Doch der Prophet wollte endlich beweisen, welcher Gott nun denn wirklich der Gott Israels sei. König Ahab schlug daraufhin einen Wettstreit der Priester auf dem Berg Karmel vor: die Priester des Baal auf der einen und die Anhänger Jahwes auf der anderen Seite sollen jeweils um Feuer beten. Wessen Gott das Gebet erhört, war der wahre Gott.

850 Priester des Baal waren eingetroffen, um den allein erschienen Propheten Elija in die Knie zu zwingen. Die Priester wiegten sich im rituellen Tanz hin und her und schnitten sich mit Messern und Speeren, doch Baal erhörte ihre Bitten nicht. Nun trat Elija feierlich an den Altar Gottes und betete. Kaum hatte er geendet, fiel Feuer vom Himmel.

Als Königin Isebel davon erfuhr, schwor sie Rache: der Prophet Elija sollte unbedingt sterben. So floh Elija aus der Stadt und ging nach Süden. Elija war verzweifelt und legte sich unter einen Ginsterstrauch, um zu sterben. Da kamen aus dem Himmel Engel herab und brachten ihm Speise und Trank.

So gestärkt machte sich Elija auf den Weg zum Berg Horeb. In einer Höhle wollte er ausruhen und über Gott nachdenken, denn in seiner Verzweiflung suchte er die Gegenwart Gottes.

Plötzlich drang ein heftiger Sturm zu Elija in die Höhle, doch Gott war nicht im zerstörerischen Sturm. Es folgte ein alles erschütterndes Erdbeben, auch hierin war Gott nicht zu finden. Ein verzehrendes Feuer wütete vor der Höhle, doch auch im Feuer fand Elija Gott nicht. Als das Feuer erlosch, hörte und spürte Elija ein zärtliches Säuseln in der Stille, und Elija fühlte, dass er in dieser zarten kleinen Windbewegung, in der Stille, nun endlich Gott gefunden hatte . So ging Elija hinaus vor die Höhle, um Gott entgegenzugehen (1 Kön 19).

Elija stirbt nicht wie andere Männer, er ist neben Henoch (Gen/1.Mose 5) die einzige Gestalt in der hebräischen Bibel, die nicht sterben musste: Er wird nach 850 v. Chr. östlich von Jericho, im Königreich Juda, in einem Feuerwagen in den Himmel entrückt. Jahrhunderte später erscheint er an der Seite von Moses bei der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor. Die Kirche sieht in ihm ein Modell des Mönchs, des Kontemplativen, desjenigen, der allein für Gott lebt. Die Ikonografie der Ostkirche stellt ihn bevorzugt als Einsiedler vor einer Höhle dar.

Der Prophet Elija ist Patron der Gerber, Kürschner, Sattler; der Feuerwehrleute und Autofahrer; der Flugzeuge und Luftschiffe, gegen Gewitter und Feuer; gegen Fieber und Pocken


Gebet an den Propheten Elijas

Heiliger Elijas, Prophet des Höchsten,
der du mit Macht im Namen des Herrn gesprochen hast,
verleihe uns deinen Mut, um die Wahrheit zu verteidigen.
Lerne uns, dass wir vor Ungerechtigkeit nicht einknicken,
und dass wir niemals einem anderen Gott dienen als dem lebendigen Herrn.

Du, der du Gott in der leichten Brise begegnet bist,
lehre uns, seine Stimme in der Stille zu erkennen.
Lass unseren Glauben nicht auf äußeren Zeichen beruhen,
sondern auf einer tiefen Gemeinschaft mit seinem Geist.

Feuerprophet und Mann des Gebets,
bitte für uns in Zeiten innerer Dürre,
und führe uns, wie du, zum Berg Gottes.
Heiliger Elija, führe uns zum verklärten Christus.

Amen.



How the Virtues Help Us Respond to an Increasingly Vicious Online Culture



19 Juli 2026

„Ich wurde gerettet. Ich bin gerettet. Ich hoffe, gerettet zu werden.“ – P. Mark Beard


Herr, gib P. Mark Beard die ewige Ruhe.
Und das ewige Licht leuchte ihm.
Lass ihn ruhen in Frieden.
Amen.🙏





Für uns



Wie ein Lamm führt man ihn zum Tod,
geschlachtet; fließt ein Strom blutrot.

Jesus, in deinem Blut liegt das Heil, das durch dein Wort uns befreit.

Jesus, in deinem Blut liegt das Heil, das durch dein Wort uns befreit.
Jesus, in deinem Blut liegt die Kraft, die durch dein Wort uns Hoffnung schafft.

Da ist nichts - weder Leben noch Tod.
Nein, nichts - nein, kein Engel, der droht.
Nein, nichts - weder Zukunft noch Gegenwart.
Gar nichts, trotz all dem, was Macht und Gewalt in sich hat.

Da ist nichts - weder Hohes noch Tiefes.
Nein, nichts - weder Dunkles noch Böses.
Nein, nichts - weder Fluch noch ein Bann.
Da ist gar nichts, was uns von der Liebe des Herrn scheiden kann.

Refrain

Da ist nichts - weder Trübsal noch Leid.
Nein, nichts - auch wenn Angst in uns schreit.
Nein, nichts - weder Hunger noch Armut.
Nein, gar nichts, trotz all dem, was uns auch die Finsternis tut.

Da ist nichts - weder Hohn noch Bedrängnis.
Nein, nichts - weder Spott noch Gefängnis.
Nein, nichts - weder Schwert noch Gefahr.
Denn die Liebe des Vaters bleibt ewig für uns offenbar.

Refrain

Wie ein Lamm führt man ihn zum Tod,
geschlachtet; fließt ein Strom blutrot für uns.


12 Juli 2026

3 Reasons Catholics Reject Sola Scriptura

One of the key principles of Protestantism that distinguishes it from Catholicism is sola scriptura, or “Scripture alone.”

Though it is interpreted differently among Protestants, it generally means that the Bible is either the highest or sole authority for Christians, superseding ecclesiastical authority and tradition.

The Catholic Church rejects sola scriptura, teaching instead that the Word of God is transmitted through both written Scripture and Sacred Tradition, and that the Church’s Magisterium is guided by the Holy Spirit to definitively and authoritatively interpret that Word for the faithful.

1) The Bible does not teach sola scriptura.

Where do Protestants derive the idea that the Bible alone is the highest authority for Christians? Is this taught anywhere in Scripture?

Actually, no. The verses to which Protestants usually point to answer this question indeed speak highly of the authority of Scripture and its importance for the people of God (e.g., Psalm 119, 2 Timothy 3:16-17, et al), but none of them say that the Bible alone is the only authority.

Not only that, but the Bible upholds the authority of oral tradition alongside Scripture in contradiction of sola scriptura.

In 2 Thessalonians 2:15, St. Paul writes:

"So then, brothers and sisters, stand firm and hold fast to the traditions that you were taught by us, either by word of mouth or by our letter.” Here, Paul affirms that his teachings are authoritative whether delivered orally (tradition) or in writing (Scripture)."

2) Sola scriptura cannot account for the origin of the Bible.

If the Bible is the only authority for Christians, then where did Christians get the Bible in the first place? Who determined what books should be in the Bible?

God did not deliver a fully compiled Bible from heaven. Rather, God inspired many different writers over the course of many centuries to write the various books of the Bible. The canon of the Bible was later definitively discerned and compiled by the Catholic Church in the fourth century, exercising apostolic authority and drawing upon Sacred Tradition to recognize which texts were inspired.

This means that the biblical canon itself depends on the very authority of oral tradition and ecclesiastical authority that sola scriptura rejects.

3) Sola scriptura does not work.

The Bible must be interpreted. Even when people think what the Bible says is clear, they are interpreting it. The problem is that different Christians often interpret the Bible in contradictory and mutually exclusive ways.

When that happens (and it happens constantly), how does the Christian church settle disagreements and safeguard the Gospel truth God has revealed in Jesus Christ?

If Christians cannot agree on the content of the Gospel, they cannot effectively fulfill their mission to proclaim it.

Sola scriptura offers no way out of these disagreements, except for Christians to split and go their separate ways – hence, myriad denominations. But this is a problem, too, because the Bible teaches that division among Christians is a sin (cf. 1 Corinthians 1:10ff).

The solution to this problem is the way of the very Catholic Church that Protestants reject, the way dating back to the early Church established by Jesus.

Jesus entrusted authority to the Apostles to teach and govern, and this authority has been handed down through apostolic succession to bishops in every generation. This authority does not supersede the Word of God—transmitted through Scripture and Tradition—but is guided by the Holy Spirit to faithfully preserve and interpret it.


Taken from ChurchPOP.


11 Juli 2026

Katholisches Q & A

  • Steht das Fegefeuer in der Bibel?
  • Was passiert mit Menschen, die glauben möchten?
  • Was geschieht mit Menschen, die ohne eigenes Verschulden sterben?
  • Was passiert mit Tieren nach dem Tod?
  • Widerspruch "Nur Gott ist Heilig!", aber es gibt viele Heilige?
  • Warum empfinden viele die Kirche in Deutschland wenig lebendig?
  • Wie führt die Kirche Menschen zu Jesus?
  • Warum entscheiden sich Engel gegen Gott, obwohl sie ihn kennen?
  • Kann ein Dämon gerettet werden?
  • Kann Gott Satan vergeben?




Hochfest des Heiligen Benedikt / Feast of St. Benedict


Der 11. Juli ist der Gedenktag des heiligen Benedikt und Millionen Katholiken weltweit tragen seine Medaille - die Benediktmedaille, auch bekannt als „Teufelsvertreibungsmedaille“.

Sie ist eine der wirkungsvollsten Sakramentalien der katholischen Kirche. Ihre Kraft kommt nicht vom Objekt selbst, sondern von Christus, der durch den Glauben des Trägers wirkt.

Die Vorderseite:

Der heilige Benedikt hält ein Kreuz. Neben ihm liegen ein zerbrochener Kelch - nachdem Mönche versucht hatten, ihn zu vergiften, zerbrach er beim Segnen - und ein Rabe, der ein vergiftetes Brot fortträgt, ein weiterer gescheiterter Anschlag auf sein Leben.

Am Rand befindet sich die Inschrift:

Eius in obitu nostro praesentia muniamur
„Möge seine Gegenwart uns in unserer Todesstunde stärken.“

Die Rückseite:

Ein großes Kreuz trägt die Initialen des bekannten Gebets:

C.S.P.B. – Crux Sancti Patris Benedicti
„Das Kreuz unseres heiligen Vaters Benedikt.“

C.S.S.M.L. – Crux Sacra Sit Mihi Lux
„Möge das Heilige Kreuz mein Licht sein.“

N.D.S.M.D. – Non Draco Sit Mihi Dux
„Möge der Drache nicht mein Führer sein.“

Am Rand steht das Exorzismusgebet:

V.R.S. – Vade Retro, Satana!
„Weiche, Satan!“

N.S.M.V. – Numquam Suade Mihi Vana!
„Verführe mich nie mit deinen Eitelkeiten!“

S.M.Q.L. – Sunt Mala Quae Libas.
„Was du anbietest, ist böse.“

I.V.B. – Ipse Venena Bibas!
„Trink dein eigenes Gift!“

Am oberen Rand steht ein einzelnes Wort:

PAX – Frieden.

Die Medaille wurde 1742 von Papst Benedikt XIV. offiziell anerkannt. Sie erlangte weite Bekanntheit durch die wundersame Heilung eines jungen Mannes namens Brunone, der später dem Benediktinerorden beitrat und schließlich Hl. Papst Leo IX wurde.

Heiliger Benedikt, bitte für uns! 🙏🏼


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03 Juli 2026

Die 9 ersten Freitage



Die Geschichte der Herz-Jesu-Verehrung

Mit der Verehrung des leidenden Christus im Hochmittelalter entwickelte sich auch eine Herz-Jesu-Verehrung. Die liturgische Feier des Heiligsten Herzens Jesu wurde auf die Initiative des hl. Johannes Eudes eingerichtet. Am 8. März 1670 erhielt er die Erlaubnis des Bischofs von Rennes, «das Fest des anbetungswürdigen Herzens unseres Herren Jesus Christus» zu feiern. Die erste liturgische Feier fand am 20. Oktober 1672 statt.

Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Herz-Jesu-Verehrung vor allem von den Jesuiten gefördert und erhielt mit den Visionen der hl. Margareta Maria Alacoque zusätzlichen Auftrieb. Die Jesuiten verbreiteten die Herz-Jesu-Verehrung auch in ihren Volksmissionen. Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde auch die Herz-Jesu-Verehrung zeitweise verboten. Erneut starken Aufschwung erhielt die Herz-Jesu-Frömmigkeit im späten 18. und im 19. Jahrhundert. An Weihnachten 1899 weihte Papst Leo XIII. auf Anregung der sel. Maria Droste zu Vischering die ganze Welt dem Herzen Jesu.

Die Zwölf Verheissungen

Jesus ist der Hl. Margareta Maria Alacoque mehrere Male (von 1673 bis 1675) erschienen und hat selbst allen Verehrern Seines Heiligsten Herzen 12 Verheißungen gegeben:

  1. Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bild meines Heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird.
  2. Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben.
  3. Ich werde ihren Familien den Frieden schenken.
  4. Ich werde sie in all ihren Leiden trösten.
  5. Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte im Leben und besonders im Tode sein.
  6. Ich werde ihre Unternehmungen mit überreichen Segen begleiten.
  7. Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden.
  8. Die lauen Seelen werden eifrig werden.
  9. Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen.
  10. Den Priestern werde ich die Gabe verleihen, selbst die härtesten Herzen zu rühren.
  11. Die Namen aller, die diese Andacht verbreiten, werden in meinem Herzen eingeschrieben sein und niemals daraus getilgt werden.
  12. Ich verspreche allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander kommunizieren, die Gnade eines bußfertigen Endes erhalten, so daß sie weder in meiner Ungnade noch ohne den Empfang der heiligen Sakramente sterben werden.

Die grosse Verheissung des Herzen Jesu über die 9 ersten Freitage:

  1. Unser Herr verlangt den Empfang der heiligen Kommunion an einem von Ihm bestimmten Tag - Freitag.
  2. Die neun Freitage müssen an den ersten Freitagen von 9 aufeinanderfolgenden Monaten sein.
  3. Sie müssen zur größeren Ehre Seines Heiligsten Herzens begangen werden, was bedeutet, dass diejenigen, die die neuen Freitage begehen, die Herz Jesu-Verehrung praktizieren und eine große Liebe zu Unserem Herrn haben müssen.
  4. Unser Herr sagt nicht, dass diejenigen, die die neun Freitage begehen, von irgendeiner ihrer Verpflichtungen zu einem guten Leben und des Widerstandes gegen die Versuchungen entbunden sind. Er verspricht große Gnaden denen, die die neun Freitage begehen, die ihnen helfen werden, ihren Verpflichtungen nachzukommen und beharrlich bis zu ihrem Ende zu bleiben.
  5. Der Empfang der heiligen Kommunion an neun aufeinanderfolgenden Freitagen hilft den Gläubigen bei der Annahme der Gewohnheit einer regelmäßigen und häufigen Kommunion, was Unser Herr nachdrücklich wünscht.
  6. Die Praxis der neuen Freitage gefällt unserem Herrn sehr. Deswegen verspricht Er eine solch große Belohnung. Das sollte allen Katholiken ein Ansporn sein, die neun Freitage in diesem Sinne zu begehen.

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Ich habe einen Priester gefragt und er sagte mir folgendes:
Während es keine Vorgabe gibt, wie oft man die "9 ersten Freitage" macht, so ist es doch empfohlen, sie zumindest ein Mal im Leben zu machen. Ob man sie dann durchgehend weitermacht oder zwischendurch pausiert, bleibt einem selber überlassen. Man wird die Gnaden empfangen, die einem zuteilwerden, wenn man sie mindestens einmal im Leben verrichtet.

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Weihegebet von Papst Benedikt XV.:

Heiligstes Herz Jesu! Quelle alles Guten! Dich bete ich an, auf dich hoffe ich, dich liebe ich. Ich bereue alle meine Sünden. Dir schenke ich dieses mein armes Herz. Mach es demütig, geduldig, rein und lass es deinem Willen entsprechen. Gib, o guter Jesus, dass du in mir lebst und ich in dir. Beschütze mich in Gefahren, tröste mich in Trübsal und Leiden. Gewähre mir Gesundheit des Leibes und der Seele. Segne alles, was ich tue, und gewähre mir die Gnade eines heiligen Todes.
Amen.


Quelle:
Das Herz Jesu Apostolat
FSSPX Schweiz