04 Juni 2026

Die 9 ersten Freitage



Die Geschichte der Herz-Jesu-Verehrung

Mit der Verehrung des leidenden Christus im Hochmittelalter entwickelte sich auch eine Herz-Jesu-Verehrung. Die liturgische Feier des Heiligsten Herzens Jesu wurde auf die Initiative des hl. Johannes Eudes eingerichtet. Am 8. März 1670 erhielt er die Erlaubnis des Bischofs von Rennes, «das Fest des anbetungswürdigen Herzens unseres Herren Jesus Christus» zu feiern. Die erste liturgische Feier fand am 20. Oktober 1672 statt.

Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Herz-Jesu-Verehrung vor allem von den Jesuiten gefördert und erhielt mit den Visionen der hl. Margareta Maria Alacoque zusätzlichen Auftrieb. Die Jesuiten verbreiteten die Herz-Jesu-Verehrung auch in ihren Volksmissionen. Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde auch die Herz-Jesu-Verehrung zeitweise verboten. Erneut starken Aufschwung erhielt die Herz-Jesu-Frömmigkeit im späten 18. und im 19. Jahrhundert. An Weihnachten 1899 weihte Papst Leo XIII. auf Anregung der sel. Maria Droste zu Vischering die ganze Welt dem Herzen Jesu.

Die Zwölf Verheissungen

Jesus ist der Hl. Margareta Maria Alacoque mehrere Male (von 1673 bis 1675) erschienen und hat selbst allen Verehrern Seines Heiligsten Herzen 12 Verheißungen gegeben:

  1. Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bild meines Heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird.
  2. Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben.
  3. Ich werde ihren Familien den Frieden schenken.
  4. Ich werde sie in all ihren Leiden trösten.
  5. Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte im Leben und besonders im Tode sein.
  6. Ich werde ihre Unternehmungen mit überreichen Segen begleiten.
  7. Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden.
  8. Die lauen Seelen werden eifrig werden.
  9. Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen.
  10. Den Priestern werde ich die Gabe verleihen, selbst die härtesten Herzen zu rühren.
  11. Die Namen aller, die diese Andacht verbreiten, werden in meinem Herzen eingeschrieben sein und niemals daraus getilgt werden.
  12. Ich verspreche allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander kommunizieren, die Gnade eines bußfertigen Endes erhalten, so daß sie weder in meiner Ungnade noch ohne den Empfang der heiligen Sakramente sterben werden.

Die grosse Verheissung des Herzen Jesu über die 9 ersten Freitage:

  1. Unser Herr verlangt den Empfang der heiligen Kommunion an einem von Ihm bestimmten Tag - Freitag.
  2. Die neun Freitage müssen an den ersten Freitagen von 9 aufeinanderfolgenden Monaten sein.
  3. Sie müssen zur größeren Ehre Seines Heiligsten Herzens begangen werden, was bedeutet, dass diejenigen, die die neuen Freitage begehen, die Herz Jesu-Verehrung praktizieren und eine große Liebe zu Unserem Herrn haben müssen.
  4. Unser Herr sagt nicht, dass diejenigen, die die neun Freitage begehen, von irgendeiner ihrer Verpflichtungen zu einem guten Leben und des Widerstandes gegen die Versuchungen entbunden sind. Er verspricht große Gnaden denen, die die neun Freitage begehen, die ihnen helfen werden, ihren Verpflichtungen nachzukommen und beharrlich bis zu ihrem Ende zu bleiben.
  5. Der Empfang der heiligen Kommunion an neun aufeinanderfolgenden Freitagen hilft den Gläubigen bei der Annahme der Gewohnheit einer regelmäßigen und häufigen Kommunion, was Unser Herr nachdrücklich wünscht.
  6. Die Praxis der neuen Freitage gefällt unserem Herrn sehr. Deswegen verspricht Er eine solch große Belohnung. Das sollte allen Katholiken ein Ansporn sein, die neun Freitage in diesem Sinne zu begehen.

✝✝✝✝✝✝✝

Ich habe einen Priester gefragt und er sagte mir folgendes:
Während es keine Vorgabe gibt, wie oft man die "9 ersten Freitage" macht, so ist es doch empfohlen, sie zumindest ein Mal im Leben zu machen. Ob man sie dann durchgehend weitermacht oder zwischendurch pausiert, bleibt einem selber überlassen. Man wird die Gnaden empfangen, die einem zuteilwerden, wenn man sie mindestens einmal im Leben verrichtet.

✝✝✝✝✝✝✝

Weihegebet von Papst Benedikt XV.:

Heiligstes Herz Jesu! Quelle alles Guten! Dich bete ich an, auf dich hoffe ich, dich liebe ich. Ich bereue alle meine Sünden. Dir schenke ich dieses mein armes Herz. Mach es demütig, geduldig, rein und lass es deinem Willen entsprechen. Gib, o guter Jesus, dass du in mir lebst und ich in dir. Beschütze mich in Gefahren, tröste mich in Trübsal und Leiden. Gewähre mir Gesundheit des Leibes und der Seele. Segne alles, was ich tue, und gewähre mir die Gnade eines heiligen Todes.
Amen.


Quelle:
Das Herz Jesu Apostolat
FSSPX Schweiz


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.