Die 14 Nothelfer sind Heilige, denen die Gläubigen seit Jahrhunderten ihre Anliegen und Alltagssorgen vorbringen.
Ihre Anrufung und Verehrung ist seit dem 9. Jahrhundert bezeugt. Um sie um Hilfe zu bitten, nahmen die Menschen früher weite Wege auf sich und pilgerten an Wallfahrtsstätten, an denen die Nothelfer verehrt wurden.
Zu den 14 Nothelfern werden gerechnet:
Bei den 14 Nothelfern handelt es sich um eine Gruppe heiliger Männer und Frauen, deren Anzahl gleich bleibt, der aber je verschiedene Heilige zugerechnet wurden. Auch die Anliegen, in denen die Heiligen angerufen wurden, unterlagen einem Wandel. Im Laufe des Mittelalters bildete sich jedoch ein relativ konstanter Kanon von Heiligen und von Gebetsanliegen heraus, in denen ihre Hilfe erfleht wurde, wobei zur Gruppe der drei weiblichen Heiligen des öfteren noch Dorothea hinzugezählt wurde. Bis auf den Einsiedler Ägidius sind alle Nothelfer Märtyrer.
Von vieren dieser Heiligen, Dionysius, Blasius, Barbara und Dorothea ist überliefert, dass sie vor ihrem Tod um die Gnade baten, im Himmel als Fürsprecher angerufen werden zu dürfen. Sie zeigten, wenn man so sagen darf, ein pastorales Engagement über den Tod hinaus.
Die Gruppe besteht interessanterweise aus einer großen Anzahl von Laien. Neun von ihnen, darunter die drei Frauen sind weder Priester, noch Diakone oder Ordensleute. Möglicherweise liegt darin auch ein Teil ihrer Popularität begründet, ebenso wie ihre breite Zuständigkeit für die vielfältigen Leiden des Körpers oder der Seele.
1248 wurde der erste Nothelferaltar in der Frauenkirche von Krems urkundlich bezeugt, weitere Belege für ihre Verehrung nahmen in den folgenden Jahrhunderten zu. Wirkliche Verbreitung und Verehrung fand diese Heiligengruppe jedoch erst seit der visionären Erfahrung des Schäfers Hermann Leicht von Frankenthal, in deren Folge 1525 die erste Kapelle zu ehren der Vierzehnheiligen erbaut wurde. Sie wurde wenig später im Bauernaufstand zerstört. Der Neubau von 1543 wurde dann der Vorläufer der Kirche von Balthasar Neumann von 1744.
Die Zahl vierzehn ist in diesem Zusammenhang keinesfalls zufällig. Betrachtet man die Zahl unter dem Blickwinkel der Zahlensymbolik, erschließt sich ihr Bedeutungsgehalt. Vierzehn ist zweimal sieben. Die sieben gilt als heilige Zahl, die in ihrer Zusammensetzung aus drei und vier die Einheit von Himmel und Erde abbildet. Die Zahl zwei wiederum steht ebenfalls für das Irdische. Die zweimalige sieben scheint also anzudeuten, dass wir es hier mit einer himmlischen Macht zu tun haben, die den Menschen in ihren irdischen Anliegen zu Hilfe kommen kann.
Nothelfer Gebete.
Quellen: Der SONNTAG, Erzbistum Bamberg, ORF.
Ihre Anrufung und Verehrung ist seit dem 9. Jahrhundert bezeugt. Um sie um Hilfe zu bitten, nahmen die Menschen früher weite Wege auf sich und pilgerten an Wallfahrtsstätten, an denen die Nothelfer verehrt wurden.
Zu den 14 Nothelfern werden gerechnet:
- Hl. Achatius von Byzanz: Ein Soldaten-Märtyrer. Er soll wegen seines Glaubens mit Dornen gegeißelt und schließlich enthauptet worden sein. Patron der Soldaten. Schutz bei Todesangst, Gefahr, Krieg, Verfolgung, Kopfweh und in ausweglosen Lagen.
- Hl. Ägidius von Saint-Gilles: Helfer für eine gute Beichte, Patron für stillende Mütter, bei Unfruchtbarkeit, für Holz, Wald und Vieh u. a.
- Hl. Barbara von Nikomedien: Unter anderem gilt sie als Patronin der Bergleute, Geologen, Architekten, Maurer, Elektriker, Bauern, Köche, Totengräber, fast aller Handwerker und besonders der jungen Frauen. Anrufung in persönlichen Nöten, für eine gute Sterbestunde.
- Hl. Blasius von Sebaste: Er war Arzt und Bischof, der Legende nach wurde er mehrere Male brutal gefoltert und dann enthauptet. Bekannt ist heute noch der sogenannte Blasius-Segen. Er hilft bei Halsleiden, Blasenerkrankungen, Zahnschmerzen, gegen wilde Tiere u.a.
- Hl. Christophorus: Schutz auf Reisen, gegen Seuchen, Epilepsie, Augenleiden, Blindheit, Zahnweh, Hagel, Feuer- und Wassergefahren, bei Dürre, Unwetter etc.
- Hl. Cyriacus: Er ist Patron der Winzer und Nothelfer gegen Frost, Gewitter und schlechtes Wetter. Er wird bei Gewissensängsten, Besessenheit, Versuchungen und teuflischen Anfechtungen angerufen.
- Hl. Dionysius von Paris: Er trägt in den Darstellungen sein eigenes Haupt unter dem Arm. Als erster Bischof von Paris enthauptet, ist er zuständig für den Schutz vor Kopfschmerzen, Gewissensunruhe, Seelenleiden und Tollwut.
- Hl. Erasmus (Elmo): Gemäß der Legende wurden ihm die Gedärme mit einer Schiffswinde aus dem Leib gezogen. Er wird angerufen bei Krämpfen, Koliken, Magenleiden, bei Geburtsschmerzen und Unterleibsbeschwerden und ist u.a. Patron der Seeleute und Weber.
- Hl. Eustachius: Er wurde zum Nothelfer gegen die Zerstörung der Natur und ist auch Patron der Förster, Jäger und Tuchhändler. Er kann auch in Trauerfällen und Glaubenszweifeln angerufen werden.
- Hl. Georg: Er ist Patron der Reiter und Pfadfinder, aber auch der Waffenschmiede. Er kann bei Kriegsgefahr, Schlangenbissen, Fieber, Seuchen sowie für gutes Wetter angerufen werden.
- Hl. Katharina von Alexandrien: Die schöne und weise Frau, die der Legende nach im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kam, ist unter anderem Patronin der Nonnen, Ehefrauen, Philosophen, Studenten, Buchdrucker und Beschützerin der Mädchen. Sie wird bei Migräne, Kopfschmerzen, Krankheiten der Zunge sowie für Stotternde angerufen.
- Hl. Margareta von Antiochien: Sie soll im Kerker einen Drachen und somit den Teufel besiegt haben. Sie ist unter anderem Patronin der Gebärenden und Hirten und wird bei Kinderwunsch, Wundheilige, Gesichtskrankheiten und für eine gute Geburt angerufen.
- Hl. Pantaleon: Er soll ein Kind wieder zum Leben erweckt haben und ist unter anderem Patron der Kranken und Ärzte. Er wird bei Verlassenheit, Kopfschmerzen, Heuschreckenplagen, Viehkrankheiten angerufen.
- Hl. Vitus (Veit): Der Legende nach hat er schon als Kind heldenhaft gewirkt, daher ist er der Patron der Jugendlichen – aber auch der Gastwirte, Schauspieler und Bierbrauer. Er wird gegen Unwetter und Feuergefahr, für eine gute Ernte, gegen viele Krankheiten wie zB „hysterischen“ Krankheitsbildern angerufen.
Bei den 14 Nothelfern handelt es sich um eine Gruppe heiliger Männer und Frauen, deren Anzahl gleich bleibt, der aber je verschiedene Heilige zugerechnet wurden. Auch die Anliegen, in denen die Heiligen angerufen wurden, unterlagen einem Wandel. Im Laufe des Mittelalters bildete sich jedoch ein relativ konstanter Kanon von Heiligen und von Gebetsanliegen heraus, in denen ihre Hilfe erfleht wurde, wobei zur Gruppe der drei weiblichen Heiligen des öfteren noch Dorothea hinzugezählt wurde. Bis auf den Einsiedler Ägidius sind alle Nothelfer Märtyrer.
Von vieren dieser Heiligen, Dionysius, Blasius, Barbara und Dorothea ist überliefert, dass sie vor ihrem Tod um die Gnade baten, im Himmel als Fürsprecher angerufen werden zu dürfen. Sie zeigten, wenn man so sagen darf, ein pastorales Engagement über den Tod hinaus.
Die Gruppe besteht interessanterweise aus einer großen Anzahl von Laien. Neun von ihnen, darunter die drei Frauen sind weder Priester, noch Diakone oder Ordensleute. Möglicherweise liegt darin auch ein Teil ihrer Popularität begründet, ebenso wie ihre breite Zuständigkeit für die vielfältigen Leiden des Körpers oder der Seele.
1248 wurde der erste Nothelferaltar in der Frauenkirche von Krems urkundlich bezeugt, weitere Belege für ihre Verehrung nahmen in den folgenden Jahrhunderten zu. Wirkliche Verbreitung und Verehrung fand diese Heiligengruppe jedoch erst seit der visionären Erfahrung des Schäfers Hermann Leicht von Frankenthal, in deren Folge 1525 die erste Kapelle zu ehren der Vierzehnheiligen erbaut wurde. Sie wurde wenig später im Bauernaufstand zerstört. Der Neubau von 1543 wurde dann der Vorläufer der Kirche von Balthasar Neumann von 1744.
Die Zahl vierzehn ist in diesem Zusammenhang keinesfalls zufällig. Betrachtet man die Zahl unter dem Blickwinkel der Zahlensymbolik, erschließt sich ihr Bedeutungsgehalt. Vierzehn ist zweimal sieben. Die sieben gilt als heilige Zahl, die in ihrer Zusammensetzung aus drei und vier die Einheit von Himmel und Erde abbildet. Die Zahl zwei wiederum steht ebenfalls für das Irdische. Die zweimalige sieben scheint also anzudeuten, dass wir es hier mit einer himmlischen Macht zu tun haben, die den Menschen in ihren irdischen Anliegen zu Hilfe kommen kann.
Nothelfer Gebete.
Quellen: Der SONNTAG, Erzbistum Bamberg, ORF.
