24 Juli 2026

St. Christopher - the Christ bearer / Der Hl. Christophorus - der Christusträger


You can read the story of St. Christopher on Catholic Online.


✝✝✝✝✝✝✝


Gedenktag katholisch Weltkirche: 25. Juli
Gedenktag katholisch in Ö. und D.: 24. Juli

Laut Legende hat er das Christuskind und damit die ganze Last der Welt getragen: der heilige Christophorus. Obwohl seine Existenz nicht sicher bewiesen werden kann, ist er ein beliebter Heiliger und Schutzpatron und wird als einer der 14 Nothelfer angerufen.

So wenig man von ihm weiß - das Leben des Christophorus basiert größtenteils auf Legenden - und so sagenhaft die Geschichten sind, die sich um ihn ranken, es gab eine Zeit, in der der bloße Blick auf eine Darstellungen des Hl. Christophorus als heilbringend galt und vor Gefahren auf den Weg, vor allem einem plötzlichen Tod retten sollte.

Schon im Mittelalter kamen Zweifel an der Historizität des Heiligen auf. Am Beginn der Neuzeit kritisierten Gestalten wie Nikolaus von Kues, Erasmus von Rotterdam und Martin Luther unisono die Verehrung des Hl. Christophorus als heidnischen Götzendienst. Das tat der Volksfrömmigkeit allerdings keinen Abbruch - im Gegenteil.

Als gesichert gilt die Weihe einer Kirche auf seinen Namen in Chalkedon, dem heutigen Stadtteil Kadiköy in Istanbul. Ausgehend vom 5. Jahrhundert bildeten sich zwei verschiedene Legendenstränge:

  • Der östlichen Legende zufolge ist Christophorus ein Kynokephale (hundsköpfiges Wesen). Durch die Taufe erlernte er die griechische Sprache und erhielt den Namen Christophorus. Die Darstellung des Heiligen als hundsköpfiges Wesen spricht für die These, dass dieser Kult im hellenistisch-ägyptischen Bereich entstanden sein könnte, mit klarem Verweis auf den altägyptischen Anubiskult. Weitaus plausibler aber ist eine andere Hypothese:

    Demnach hätte sich der Riese für die römische Armee anwerben lassen und sich unter dem Namen Christophorus zum Christentum bekehrt. Wegen seines Bekehrungswerkes verhaftet und vor den Richter geschleppt, habe er dennoch nicht von seinem Glauben abgelassen: Er wurde zum Tode verurteilt und enthauptet. Christophorus, der „Christusträger“; hat Christus also tatsächlich bis zum Martyrium im Herzen getragen – wie der Esel Christus am Palmsonntag nach Jerusalem getragen hat. Aus diesem Grund soll sich der Brauch durchgesetzt haben, Christophorus mit einem Eselskopf darzustellen, aus dem dann später ein Hundskopf geworden ist: eine Ikonographie also, die nicht auf heidnische Kulturen zurückzuführen ist, sondern sich im Schoß des Christentums entwickelt hat.

  • Im Westen bildeten sich die Legenden erst in Italien und ab dem siebten Jahrhundert in Spanien. Die bekannte Legende vom Christusträger kommt im 13. Jahrhundert auf:

    Darin ist Christophorus ein menschlicher Riese namens Reprobus, der auf der Suche nach dem mächtigsten Herrscher ist, dem er dienen kann. Nach dem König und dem Kaiser will Christophorus schließlich dem Teufel dienen. Dieser muss aber zugeben, dass Christus über ihm steht. Nachdem Christophorus den Teufel verlässt, begegnete er nach langem Suchen einem Einsiedler, der ihm bestätigt, dass Christus wirklich der mächtigste Herrscher ist und er ihm dienen kann, indem er anstelle des Fährmanns Reisende auf seinem Rücken über einen gefährlichen Fluss trägt. Darüber freue sich Christus so sehr, dass er ihm eines Tages erscheinen wird.

    Nachts hört Christophorus eine Kinderstimme rufen und sieht ein Kind, das er hinübertragen soll. Als er aber mit diesem Kind auf der Schulter ins Wasser steigt, wird die Last immer schwerer, das Wasser steigt an und Christophorus fürchtet zu ertrinken. Er glaubt, die ganze Welt ruhe auf seinen Schultern. „Mehr als die Welt hast du getragen“, sagt das Kind zu ihm, „der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde“. Das Kind drückt ihn unter das Wasser und tauft ihn so.

    Am Ufer erkennt Christophorus Christus als seinen Herrn, der ihm aufträgt, ans andere Ufer zurückzukehren und seinen Stab in den Boden zu stecken. Zur Bestätigung seiner Taufe werde sein Stab grünen und blühen. Als Christophorus am Morgen erwacht, sieht er, dass aus seinem Stab tatsächlich ein Palmbaum mit Früchten gewachsen ist.

    Er wird zunächst Soldat und zieht dann als Missionar durch Lykien. Als riesenhafter Soldat erleidet er in der Christenverfolgung unter Kaiser Decius am 25. Juli um das Jahr 250 in Samo, in Lykien, den Märtyrertod. Er wird mit eisernen Ruten geschlagen und mit glühendem Metall traktiert - doch er bleibt unversehrt. Nicht einmal die auf ihn abgefeuerten Pfeile können ihm etwas anhaben, sie blieben einfach in der Luft stehen – einer aber trifft den König ins Auge, so dass er erblindet. Da befiehlt der König, Christophorus das Haupt abzuschlagen, doch bevor er stirbt, kann er noch zum König sagen: „Bestreiche dein Auge mit meinem Blut, so wirst du dein Augenlicht zurückerlangen!“ Der König tut wie ihm geheißen, kann wieder sehen und bekehrt sich.

Der Gedenktag wird im deutschen Sprachgebiet besonders gefeiert:

Des heiligen Christophorus wird in der Weltkirche am 25. Juli gedacht. Da an diesem Tag aber bereits der heilige Apostel Jakobus gefeiert wird, ist das Gedenken an den hl. Christophorus in den Hintergrund getreten.

Die Reform des Heiligenkalenders unter Papst Paul VI. 1970 strebte an, dass die Heiligen im Vergleich zu den Christusfesten nicht das ganze Kirchenjahr dominieren. Daher wurde die gleichzeitige Feier von mehreren Heiligen an einem Tag abgeschafft, so dass der heilige Christophorus zwar noch immer seinen Gedenktag am 25. Juli hat, aber nur noch das wichtigere Apostelfest des heilige Jakobus im Gottesdienst gefeiert wird.

Doch wegen der verbreiteten Verehrung des heiligen Christophorus - er zählt zu den 14 Nothelfern - erhielt der Heilige im regionalen Heiligenkalender des deutschen Sprachgebiets am 24. Juli seinen eigenen, einen sogenannten "nicht gebotenen" Gedenktag, an dem er auch im Gottesdienst gefeiert werden kann.

Er ist der Patron von Werne; des Verkehrs, der Furten und Bergstraßen; der Fuhrleute, Schiffer, Flößer, Fährleute, Brückenbauer, Seeleute, Soldaten, Pilger, Reisenden, Kraftfahrer, Chauffeure, Luftschiffer, Straßenwärter, Lastenträger, Bergleute, Zimmerleute, Hutmacher, Färber, Buchbinder, Goldschmiede, Schatzgräber, Obsthändler, Gärtner, Athleten; im Osten der Ärzte und gegen Krankheit; von Bergstraßen, Festungen; der Kinder; gegen Pest, Seuchen, Epilepsie, unerwarteten Tod, Hagel, Augenleiden, Blindheit, Zahnweh, Wunden; gegen Feuer- und Wassergefahren, Dürre, Sturm, Unwetter.



Quellen: Erzbistum Köln, Erzdiözese Wien, Heiligenlexikon.de, Katholische Kirche Österreich, Vatican News.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.