Refugium peccatorum, Consolatrix afflictorum, Auxilium christianorum! 💙⚜️🌹
Ich wurde atheistisch und antikatholisch erzogen und bin seit 2013 mal mehr, mal weniger katholisch, aber letzten Sommer wurden mir endlich die Augen geöffnet. Hier teile ich, was ich lerne, um anderen zu helfen, die sich ebenfalls alles selbst beibringen müssen. Herr, gib mir ein weises und verständiges Herz!
22 August 2026
Maria Königin / Queenship of Mary
«Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt» (Offb 12,1).
«Schließlich wurde die unbefleckte Jungfrau, von jedem Makel der Erbsünde unversehrt bewahrt, nach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein, dem Herrn der Herren und dem Sieger über Sünde und Tod» (KKK, 966).
Der Gedenktag „Maria, Königin des Himmels“ (Regina = Königin) wurde 1845 in Ancona in Italien „zu Ehren der Königin aller Heiligen“ gefeiert, ab 1870 auch in Spanien und in einigen Diözesen Lateinamerikas begangen.
1954 führte Papst Pius XII. den Gedenktag für die gesamte katholische Kirche ein - zum Abschluss des „Marianischen Jahres“ mit der Enzyklika „Ad caeli reginam“ (11.10.1954) und als Termin für diesen gebotenen Gedenktag wurde der 31. Mai bestimmt, der letzte Tag des Marienmonats. 1969 verlegte der römische Generalkalender das Fest auf den 22. August, den Oktavtag von Mariä Himmelfahrt.
Maria wird in der christlichen Tradition unter vielen ehrwürdigen Titeln verehrt: Sie ist die Königin der Engel und Heiligen, die Gottesmutter und Erlösermutter. Als Mutter Jesu spielt Maria eine zentrale Rolle im Sieg über Sünde und Tod. In der Kunstgeschichte finden sich bereits seit dem späten 4. Jahrhundert Darstellungen, die Maria in königlicher Würde zeigen. Besonders im Mittelalter verstärkte sich diese Verehrung und in zahlreichen Skulpturen und Gemälden wird Maria als Königin dargestellt, oft mit einem prächtigen Heiligenschein oder einer Krone, die ihr von Christus oder Engeln verliehen wird.
Tagesgebet zu Maria Königin:
Gott, du hast die Mutter deines Sohnes auch uns zur Mutter gegeben.
Wir ehren sie als unsere Königin und vertrauen auf ihre Fürsprache.
Lass uns im himmlischen Reich an der Herrlichkeit deiner Kinder teilhaben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn.
Amen
Die Novene Maria Königin vom Stift Heiligenkreuz findest du hier
und
die Lauretanische Litanei findet du hier.
✝✝✝✝✝✝✝
Catholics celebrate the Queenship of Mary because her Divine Son is King. Pope Pius XII, having declared the dogma of the Assumption, that “the Immaculate Mother of God … was assumed body and soul into heavenly glory,” then established the feast of her Queenship. He set the date for the octave (8th day) after the Solemnity of the Assumption, that is, August 22 each year.
If Christ were not King, Mary would not be Queen, as all her prerogatives and titles depend upon her being the Mother of the Son of God made Man for our salvation.
Christ succeeded on earth to the throne of King David. However, unlike David, Christ’s kingdom is not an earthly one, but a spiritual and eternal kingdom of truth, righteousness, and peace (Revelation 19:6). In that Kingdom Mary sits as Queen, as queen mothers (gebirah) did in ancient Israel before her (1 Kings 2:13–21).
Mary’s queenly and maternal reign is in the spiritual realm, however. Her raiment is charity and virtue surpassing all other creatures, and her favors are the graces of her Divine Son to be given to her spiritual children in accordance with His will.
Mary became Queen at the time she was assumed into Heaven. It was then that she received the full reward prepared for her, being made perfect by the glorification not only of her soul, but also of her body. This was fitting for she who gave the Redeemer his bodily nature, and it anticipates the perfection of the general resurrection for all who do God’s will in this life.
Mary, as Queen of Heaven, is the Queen of the Angels, as she is Queen of all categories of the good and the holy. Thus, the Litany of Loreto adds to Queen of the Angels, Queen of Patriarchs, Prophets, Apostles, Martyrs, Confessors, Virgins, All Saints, Families, and Peace.
In Revelation chapter 12, the “woman clothed with the sun” has a crown of twelve stars. Catholic scholars have understood that this referred to both the twelve tribes of Israel and the twelve apostles. These, in turn, represent the people of both the Old and the New Covenant, of whom Mary is their Queen. She is Queen of Israel as Mother of Israel’s King, and Queen of the Church, as Mother of the King who is Savior, and thereby of all the redeemed.
You can read more on EWTN.
If Christ were not King, Mary would not be Queen, as all her prerogatives and titles depend upon her being the Mother of the Son of God made Man for our salvation.
Christ succeeded on earth to the throne of King David. However, unlike David, Christ’s kingdom is not an earthly one, but a spiritual and eternal kingdom of truth, righteousness, and peace (Revelation 19:6). In that Kingdom Mary sits as Queen, as queen mothers (gebirah) did in ancient Israel before her (1 Kings 2:13–21).
Mary’s queenly and maternal reign is in the spiritual realm, however. Her raiment is charity and virtue surpassing all other creatures, and her favors are the graces of her Divine Son to be given to her spiritual children in accordance with His will.
Mary became Queen at the time she was assumed into Heaven. It was then that she received the full reward prepared for her, being made perfect by the glorification not only of her soul, but also of her body. This was fitting for she who gave the Redeemer his bodily nature, and it anticipates the perfection of the general resurrection for all who do God’s will in this life.
Mary, as Queen of Heaven, is the Queen of the Angels, as she is Queen of all categories of the good and the holy. Thus, the Litany of Loreto adds to Queen of the Angels, Queen of Patriarchs, Prophets, Apostles, Martyrs, Confessors, Virgins, All Saints, Families, and Peace.
In Revelation chapter 12, the “woman clothed with the sun” has a crown of twelve stars. Catholic scholars have understood that this referred to both the twelve tribes of Israel and the twelve apostles. These, in turn, represent the people of both the Old and the New Covenant, of whom Mary is their Queen. She is Queen of Israel as Mother of Israel’s King, and Queen of the Church, as Mother of the King who is Savior, and thereby of all the redeemed.
You can read more on EWTN.
Quellen/Sources: Diözese Eisenstadt, Vatican, Katholische Militärseelsorge, EWTN.
17 August 2026
Lithurgische Farben
Ihren Ursprung haben die unterschiedlichen Farben in der antiken Alltagskleidung, aus denen die liturgischen Gewänder entstanden sind.
Seit der Zeit der Karolinger im 8./9. Jahrhundert sind vereinzelt passende Farben bestimmten Festen zugeordnet. Verpflichtende Regelungen gibt es für den römischen Ritus erst mit dem Missale Romanum - dem amtlichen Messbuch - aus dem Jahr 1570 von Papst Pius V.
In der Regel tragen die Personen, die einen besonderen Dienst im Gottesdienst verrichten, Gewänder in der jeweiligen liturgischen Farbe: Das sind vor allem Bischof, Priester, Diakon und Ministranten.
Oft sind auch Altar, Ambo und liturgische Geräte in den liturgischen Farben geschmückt. Diese Stoffe werden in der Fachsprache Paramente genannt.
Grün ist in der Farbenlehre die Farbe der Hoffnung, der Natur, des Lebens und des Wachstums. Sie symbolisiert Harmonie, Ruhe und Entspannung. Im Kirchenjahr wird dieser Farbe kein besonders Fest zugeordnet. Es ist die Farbe der „gewöhnlichen Zeit“, die den überwiegenden Teil des Kirchenjahres ausmacht.
Weiß wird für die Feiern in der Oster- und Weihnachtszeit, für die Feste des Herrn, Marias, der Engel und für die Feste der Heiligen, die nicht Märtyrer sind, sowie bei Taufen und Hochzeiten verwendet. Weiß gilt als Farbe der Unschuld, der Reinheit und des Lichts, das der Welt nach christlichem Verständnis durch die Geburt Jesu geschenkt wird. Um den besonderen Rang dieser Feste hervorzuheben, wird oft die Farbe Weiß durch goldene Ausschmückungen ergänzt.
Violette haben die Gewänder in der Advents- und Fastenzeit. Violett gilt in der Farbpsychologie als Farbe des Umbruchs, der Verwandlung und des Neubeginns. In der Liturgie ist Violett die Farbe der Vorbereitung, Umkehr und Buße. Ab dem 5. Fastensonntag, dem sogenannten „Passionssonntag", werden Kreuze und Standbilder mit violettfarbenen Tüchern verhüllt. Bei der Beichte tragen Priester grundsätzlich eine violette Stola als Zeichen der Umkehr und Buße und auch für Verstorbene ist Violett vorgesehen.
Wo es Brauch ist, kann an zwei Festen im liturgischen Jahr Rosa zum Einsatz kommen: Am dritten Adventssonntag "Gaudete" (lat. „gaudete“ = Freut euch!), der nach dem Eröffnungsvers des Einzugsgesangs zur Messfeier „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“ (Phil 4,4) benannt ist und am vierten Fastensonntag "Laetare" (lat. „laetare!“ = Freue dich!), benannt nach dem Eröffnungsvers des Einzugsgesangs zur Messfeier „Laetare Ierusalem …“ / „Freu dich, Jerusalem …“ (Jes 66,10). An diesen beiden Sonntagen geht es um die Vorfreude auf jenes große Fest, das am Ende der jeweiligen Vorbereitungszeit gefeiert wird, nämlich Weihnachten bzw. Ostern. Deshalb ist es in Österreich üblich, dass während der Adventzeit die dritte Kerze am liturgischen Adventkranz rosa ist, während die anderen drei violett sind.
Rot steht für intensive Emotionen, Liebe, Leidenschaft und Kraft, wirkt aber auch als Warnsignal. Sie symbolisiert Blut, Feuer, aber auch den Heiligen Geist und ist für Palmsonntag, Karfreitag und das Fest der Kreuzerhöhung, für Pfingsten sowie Apostel- und Märtyrerfeste vorgesehen. Auch bei der Spendung des Sakramentes der Firmung tragen die Firmspender rote Messgewänder.
Schwarz ist die Farbe der Trauer, der Klage und des Todes. Demzufolge wird sie zu Allerseelen (2. November) sowie bei Begräbnissen ebenso getragen wie die Farbe Violett.
An manchen Orten wird für Marienfeste die marianische Farbe Blau verwendet, z.B im Stift Heiligenkreuz und in Altötting.
Seit der Zeit der Karolinger im 8./9. Jahrhundert sind vereinzelt passende Farben bestimmten Festen zugeordnet. Verpflichtende Regelungen gibt es für den römischen Ritus erst mit dem Missale Romanum - dem amtlichen Messbuch - aus dem Jahr 1570 von Papst Pius V.
In der Regel tragen die Personen, die einen besonderen Dienst im Gottesdienst verrichten, Gewänder in der jeweiligen liturgischen Farbe: Das sind vor allem Bischof, Priester, Diakon und Ministranten.
Oft sind auch Altar, Ambo und liturgische Geräte in den liturgischen Farben geschmückt. Diese Stoffe werden in der Fachsprache Paramente genannt.
Grün ist in der Farbenlehre die Farbe der Hoffnung, der Natur, des Lebens und des Wachstums. Sie symbolisiert Harmonie, Ruhe und Entspannung. Im Kirchenjahr wird dieser Farbe kein besonders Fest zugeordnet. Es ist die Farbe der „gewöhnlichen Zeit“, die den überwiegenden Teil des Kirchenjahres ausmacht.
Weiß wird für die Feiern in der Oster- und Weihnachtszeit, für die Feste des Herrn, Marias, der Engel und für die Feste der Heiligen, die nicht Märtyrer sind, sowie bei Taufen und Hochzeiten verwendet. Weiß gilt als Farbe der Unschuld, der Reinheit und des Lichts, das der Welt nach christlichem Verständnis durch die Geburt Jesu geschenkt wird. Um den besonderen Rang dieser Feste hervorzuheben, wird oft die Farbe Weiß durch goldene Ausschmückungen ergänzt.
Violette haben die Gewänder in der Advents- und Fastenzeit. Violett gilt in der Farbpsychologie als Farbe des Umbruchs, der Verwandlung und des Neubeginns. In der Liturgie ist Violett die Farbe der Vorbereitung, Umkehr und Buße. Ab dem 5. Fastensonntag, dem sogenannten „Passionssonntag", werden Kreuze und Standbilder mit violettfarbenen Tüchern verhüllt. Bei der Beichte tragen Priester grundsätzlich eine violette Stola als Zeichen der Umkehr und Buße und auch für Verstorbene ist Violett vorgesehen.
Wo es Brauch ist, kann an zwei Festen im liturgischen Jahr Rosa zum Einsatz kommen: Am dritten Adventssonntag "Gaudete" (lat. „gaudete“ = Freut euch!), der nach dem Eröffnungsvers des Einzugsgesangs zur Messfeier „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“ (Phil 4,4) benannt ist und am vierten Fastensonntag "Laetare" (lat. „laetare!“ = Freue dich!), benannt nach dem Eröffnungsvers des Einzugsgesangs zur Messfeier „Laetare Ierusalem …“ / „Freu dich, Jerusalem …“ (Jes 66,10). An diesen beiden Sonntagen geht es um die Vorfreude auf jenes große Fest, das am Ende der jeweiligen Vorbereitungszeit gefeiert wird, nämlich Weihnachten bzw. Ostern. Deshalb ist es in Österreich üblich, dass während der Adventzeit die dritte Kerze am liturgischen Adventkranz rosa ist, während die anderen drei violett sind.
Rot steht für intensive Emotionen, Liebe, Leidenschaft und Kraft, wirkt aber auch als Warnsignal. Sie symbolisiert Blut, Feuer, aber auch den Heiligen Geist und ist für Palmsonntag, Karfreitag und das Fest der Kreuzerhöhung, für Pfingsten sowie Apostel- und Märtyrerfeste vorgesehen. Auch bei der Spendung des Sakramentes der Firmung tragen die Firmspender rote Messgewänder.
Schwarz ist die Farbe der Trauer, der Klage und des Todes. Demzufolge wird sie zu Allerseelen (2. November) sowie bei Begräbnissen ebenso getragen wie die Farbe Violett.
An manchen Orten wird für Marienfeste die marianische Farbe Blau verwendet, z.B im Stift Heiligenkreuz und in Altötting.
Quellen: Katholisch.de, Katholische Kirche Kärnten.
14 August 2026
Mariä Himmelfahrt / The Assumption of Mary
Der Glaube an die „leibliche und seelische Aufnahme“ der Gottesmutter Maria in den Himmel war und ist weit verbreitet. Der Feiertag geht bereits ins 5. Jahrhundert zurück und wird auch in den orthodoxen und in der altkatholischen Kirche gefeiert. Er ist der älteste der Mariengedenktage. Zum katholischen Brauchtum gehören zu Mariä Himmelfahrt Kräuterweihen und Lichterprozessionen.
Seinen Ursprung hat das Fest bei Cyrill von Alexandrien im Jahr 431, der es eingeführt und auf den 15. August gelegt hat (vermutlich als Pendant zur Feier der Himmelfahrt der heidnischen Gottheit Astraea). Kaiser Maurikios (582 - 602) legte den 15. August als einheitlichen Termin für das oströmische Reich (Byzanz) fest. In der römischen Kirche wird das Fest zum Heimgang Mariens seit dem 7. Jahrhundert gefeiert. Ende des 8. Jahrhunderts tauchte in Rom die Bezeichnung Aufnahme der heiligen Maria auf (vermutlich einem gleichnamigen gallischen Marienfest entlehnt). Im deutschsprachigen Raum wird die Aufnahme Mariens in den Himmel seit dem 9. Jahrhundert gefeiert.
Seit der Zeit der katholischen Reform nach dem Konzil von Trient (1545-1563), das Maria von der Erbsünde ausnahm, wurde die Lehre von der Aufnahme Mariens in den Himmel bewusster, ehe sie dann am 01. November 1950 als bisher letztes katholisches Dogma durch Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben wurde. In diesem mit höchster Autorität verfassten unfehlbaren Lehr- und Glaubenssatz heißt es unter anderem, dass „die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde“.
Nach katholischer Lehre lebt die Seele nach dem Tod weiter, aber der Leib wird erst am Tag des Jüngsten Gerichtes auferweckt. Die sofortige leibliche Aufnahme Mariens ist also ein besonderes Privileg, das die herausragende Rolle der Gottesmutter betont. Papst Benedikt XVI. hat es einmal so formuliert: "Wir glauben, dass Maria, wie Christus, ihr Sohn, den Tod schon besiegt hat."
Von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel wird in der Bibel explizit nichts erzählt und kundgetan. Lediglich einige Textstellen werden darauf hin gedeutet (etwa Offb 12,1). Ausführliche Darstellungen der Entschlafung Mariens finden sich in den apokryphen Evangelien.
Die Legende besagt, dass die Apostel von ihren jeweiligen Missionsorten durch die Luft an das Sterbebett Marias (entweder Jerusalem oder Ephesus) gebracht worden sind. Dann hätten sie Maria nach deren Tod bestattet und das Grab mit einem großen Stein verschlossen. Allerdings sei zugleich Jesus Christus mit seinen Engeln erschienen und der Stein wurde weggewälzt. Daraufhin habe Christus Maria herausgerufen und mit sich in den Himmel genommen. Verschiedene Begriffe versuchen dieses Ereignis zu umschreiben, wie zum Beispiel Entschlafung, Heimgang, Himmelfahrt.
Was ist der wichtigste Unterschied zu Christi Himmelfahrt?
Christus steigt aus eigener Kraft zu Gott empor, Maria dagegen wird in den Himmel aufgenommen. Im Deutschen heißt beides Himmelfahrt, im Lateinischen wird der Unterschied deutlich zwischen "Assumptio Mariae" (Aufnahme Mariens) und "Ascensio Christi" (Hinaufsteigen Christi).
Warum werden an diesem Tag Kräuter gesegnet?
Nach einer Erzählungen des Heiligen Johannes von Damaskus, der als Mönch um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem lebte, ist dem Grab Mariens in dem Augenblick, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft wie von Kräutern und Blumen entstiegen. Eine andere Legende erzählt, dass die Apostel das Grab Mariens noch einmal öffnen ließen. Dabei sollen sie nicht mehr den Leichnam vorgefunden haben, sondern nur mehr Blüten und Kräuter. Oder: Als die Apostel das Grab nach einigen Tagen noch einmal öffneten, da fanden sie nur noch die Kleider der Verstorbenen als Zeugnis ihrer Anwesenheit vor und nahmen einen Duft wie von Blumen wahr. Es heißt auch, das Grab sei voller roter Rosen gewesen. Oder: Als die Apostel Jesu Maria in ihrem Grab aufsuchen wollten, fanden sie dieses verlassen vor und fanden statt dem Leichnam nur Lilien und fruchtbare Gewächse vor, die einen wunderbaren Duften verbreiteten.
Diese Legende ist der Ursprung für die Tradition der Kräutersegnungen. In den Pfarren wird mit Hochämtern, Wallfahrten, Gottesdiensten auf Bergen und Kräutersegnungen rund um den 15. August der umfassenden Bedeutung Marias gedacht. Die Kräuter sind das Symbol für die weibliche Fürsorge für die Familie. Die geweihten Kräuter sollen gegen alle möglichen Krankheiten helfen, sowie Eheglück und Kindersegen herbeiführen. Erstmals fand diese Tradition in der katholischen Kirche im 9. Jahrhundert Erwähnung.
Die Kräuterweihe zählt in der katholischen Kirche zu den Sakramentalien.
Was ist nun richtig: Maria Himmelfahrt oder Mariä Himmelfahrt?
Die ursprünglich richtige Bezeichnung ist Mariä Himmelfahrt. Der Umlaut hat seine Begründung im Lateinischen. Es versteckt sich hier nämlich der Genitiv. Es heißt „Himmelfahrt von Maria“ (zweiter Fall), drum Mariä Himmelfahrt. Inzwischen ist auch die Bezeichnung Maria Himmelfahrt gebräuchlich geworden.
Quellen: Katholische Kirche Steiermark, Vivat.de, Vatican News, Katholische Kirche Österreich, Logo, orf.at, FSSPX District Österreich, Katholische Militärseelsorge.
Seinen Ursprung hat das Fest bei Cyrill von Alexandrien im Jahr 431, der es eingeführt und auf den 15. August gelegt hat (vermutlich als Pendant zur Feier der Himmelfahrt der heidnischen Gottheit Astraea). Kaiser Maurikios (582 - 602) legte den 15. August als einheitlichen Termin für das oströmische Reich (Byzanz) fest. In der römischen Kirche wird das Fest zum Heimgang Mariens seit dem 7. Jahrhundert gefeiert. Ende des 8. Jahrhunderts tauchte in Rom die Bezeichnung Aufnahme der heiligen Maria auf (vermutlich einem gleichnamigen gallischen Marienfest entlehnt). Im deutschsprachigen Raum wird die Aufnahme Mariens in den Himmel seit dem 9. Jahrhundert gefeiert.
Seit der Zeit der katholischen Reform nach dem Konzil von Trient (1545-1563), das Maria von der Erbsünde ausnahm, wurde die Lehre von der Aufnahme Mariens in den Himmel bewusster, ehe sie dann am 01. November 1950 als bisher letztes katholisches Dogma durch Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben wurde. In diesem mit höchster Autorität verfassten unfehlbaren Lehr- und Glaubenssatz heißt es unter anderem, dass „die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde“.
Nach katholischer Lehre lebt die Seele nach dem Tod weiter, aber der Leib wird erst am Tag des Jüngsten Gerichtes auferweckt. Die sofortige leibliche Aufnahme Mariens ist also ein besonderes Privileg, das die herausragende Rolle der Gottesmutter betont. Papst Benedikt XVI. hat es einmal so formuliert: "Wir glauben, dass Maria, wie Christus, ihr Sohn, den Tod schon besiegt hat."
Von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel wird in der Bibel explizit nichts erzählt und kundgetan. Lediglich einige Textstellen werden darauf hin gedeutet (etwa Offb 12,1). Ausführliche Darstellungen der Entschlafung Mariens finden sich in den apokryphen Evangelien.
Die Legende besagt, dass die Apostel von ihren jeweiligen Missionsorten durch die Luft an das Sterbebett Marias (entweder Jerusalem oder Ephesus) gebracht worden sind. Dann hätten sie Maria nach deren Tod bestattet und das Grab mit einem großen Stein verschlossen. Allerdings sei zugleich Jesus Christus mit seinen Engeln erschienen und der Stein wurde weggewälzt. Daraufhin habe Christus Maria herausgerufen und mit sich in den Himmel genommen. Verschiedene Begriffe versuchen dieses Ereignis zu umschreiben, wie zum Beispiel Entschlafung, Heimgang, Himmelfahrt.
Was ist der wichtigste Unterschied zu Christi Himmelfahrt?
Christus steigt aus eigener Kraft zu Gott empor, Maria dagegen wird in den Himmel aufgenommen. Im Deutschen heißt beides Himmelfahrt, im Lateinischen wird der Unterschied deutlich zwischen "Assumptio Mariae" (Aufnahme Mariens) und "Ascensio Christi" (Hinaufsteigen Christi).
Warum werden an diesem Tag Kräuter gesegnet?
Nach einer Erzählungen des Heiligen Johannes von Damaskus, der als Mönch um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem lebte, ist dem Grab Mariens in dem Augenblick, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft wie von Kräutern und Blumen entstiegen. Eine andere Legende erzählt, dass die Apostel das Grab Mariens noch einmal öffnen ließen. Dabei sollen sie nicht mehr den Leichnam vorgefunden haben, sondern nur mehr Blüten und Kräuter. Oder: Als die Apostel das Grab nach einigen Tagen noch einmal öffneten, da fanden sie nur noch die Kleider der Verstorbenen als Zeugnis ihrer Anwesenheit vor und nahmen einen Duft wie von Blumen wahr. Es heißt auch, das Grab sei voller roter Rosen gewesen. Oder: Als die Apostel Jesu Maria in ihrem Grab aufsuchen wollten, fanden sie dieses verlassen vor und fanden statt dem Leichnam nur Lilien und fruchtbare Gewächse vor, die einen wunderbaren Duften verbreiteten.
Diese Legende ist der Ursprung für die Tradition der Kräutersegnungen. In den Pfarren wird mit Hochämtern, Wallfahrten, Gottesdiensten auf Bergen und Kräutersegnungen rund um den 15. August der umfassenden Bedeutung Marias gedacht. Die Kräuter sind das Symbol für die weibliche Fürsorge für die Familie. Die geweihten Kräuter sollen gegen alle möglichen Krankheiten helfen, sowie Eheglück und Kindersegen herbeiführen. Erstmals fand diese Tradition in der katholischen Kirche im 9. Jahrhundert Erwähnung.
Die Kräuterweihe zählt in der katholischen Kirche zu den Sakramentalien.
Was ist nun richtig: Maria Himmelfahrt oder Mariä Himmelfahrt?
Die ursprünglich richtige Bezeichnung ist Mariä Himmelfahrt. Der Umlaut hat seine Begründung im Lateinischen. Es versteckt sich hier nämlich der Genitiv. Es heißt „Himmelfahrt von Maria“ (zweiter Fall), drum Mariä Himmelfahrt. Inzwischen ist auch die Bezeichnung Maria Himmelfahrt gebräuchlich geworden.
Quellen: Katholische Kirche Steiermark, Vivat.de, Vatican News, Katholische Kirche Österreich, Logo, orf.at, FSSPX District Österreich, Katholische Militärseelsorge.
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On Aug. 15 each year, Catholics celebrate a feast day in honor of one of the greatest mysteries of the life of the Blessed Virgin Mary: her bodily Assumption into Heaven. As the Catechism of the Catholic Church puts it:
The Most Blessed Virgin Mary, when the course of her earthly life was completed, was taken up body and soul into the glory of heaven, where she already shares in the glory of her Son's Resurrection, anticipating the resurrection of all members of His Body (974).
The Assumption is the oldest feast day of Our Lady. For a time, the "Memory of Mary" was marked only in Palestine, but then it was extended by the emperor to all the churches of the East. In the seventh century, it began to be celebrated in Rome under the title of the "Falling Asleep" ("Dormitio") of the Mother of God.
Soon the name was changed to the "Assumption of Mary," since there was more to the feast than her dying. It also proclaimed that she had been taken up, body and soul, into heaven.
That belief was ancient, dating back to the apostles themselves. What was clear from the beginning was that there were no relics of Mary to be venerated, and that an empty tomb stood on the edge of Jerusalem near the site of her death. That location also soon became a place of pilgrimage. (Today, the Benedictine Abbey of the Dormition of Mary stands on the spot.)
At the Council of Chalcedon in 451, when bishops from throughout the Mediterranean world gathered in Constantinople, Emperor Marcian asked the Patriarch of Jerusalem to bring the relics of Mary to Constantinople to be enshrined in the capitol. The patriarch explained to the emperor that there were no relics of Mary in Jerusalem, that "Mary had died in the presence of the apostles; but her tomb, when opened later . . . was found empty and so the apostles concluded that the body was taken up into heaven."
In the eighth century, St. John Damascene was known for giving sermons at the holy places in Jerusalem. At the Tomb of Mary, he expressed the belief of the Church on the meaning of the feast: "Although the body was duly buried, it did not remain in the state of death, neither was it dissolved by decay. . . . You were transferred to your heavenly home, O Lady, Queen and Mother of God in truth."
On November 1, 1950, in the Apostolic Constitution "Munificentissimus Deus", Pope Pius XII. proclaimed the Assumption of Mary a dogma of the Catholic Church in these words: "The Immaculate Mother of God, the ever-virgin Mary, having completed the course of her earthly life, was assumed body and soul into heaven." With that, an ancient belief became Catholic doctrine and the Assumption was declared a truth revealed by God.
Prayer to Mary, Assumed into Heaven
O Immaculate Mary, Assumed into heaven,
you who are most blessed in the vision of God:
of God the Father who exalted you among all creatures,
of God the Son who willed that you bear Him as your Son and that you should be His Mother,
of God the Holy Spirit who accomplished the human conception of the Savior in you.
O Mary, most pure
O Mary, most sweet and beautiful
O Mary, strong and thoughtful woman
O Mary, poor and sorrowful
O Mary, virgin and mother
woman very human like Eve, more than Eve.
You are near to God by your grace and by your privileges
in your mysteries
in your mission, in your glory.
O Mary, assumed into the glory of Christ
in the complete and transfigured perfection of our human nature.
O Mary, gate of heaven
mirror of divine light
ark of the Covenant between God and mankind,
let our souls fly after you
let them fly long your radiant path,
transported by a hope that the world does not contain eternal beatitude.
Comfort us from heaven, O merciful Mother,
and guide us along your ways of purity and hope
till the day of that blessed meeting with you
and with your divine Son
our Savior, Jesus. Amen!
(Saint Paul VI)
Resources: EWTN, Vatican News, The Divine Mercy.
The Most Blessed Virgin Mary, when the course of her earthly life was completed, was taken up body and soul into the glory of heaven, where she already shares in the glory of her Son's Resurrection, anticipating the resurrection of all members of His Body (974).
The Assumption is the oldest feast day of Our Lady. For a time, the "Memory of Mary" was marked only in Palestine, but then it was extended by the emperor to all the churches of the East. In the seventh century, it began to be celebrated in Rome under the title of the "Falling Asleep" ("Dormitio") of the Mother of God.
Soon the name was changed to the "Assumption of Mary," since there was more to the feast than her dying. It also proclaimed that she had been taken up, body and soul, into heaven.
That belief was ancient, dating back to the apostles themselves. What was clear from the beginning was that there were no relics of Mary to be venerated, and that an empty tomb stood on the edge of Jerusalem near the site of her death. That location also soon became a place of pilgrimage. (Today, the Benedictine Abbey of the Dormition of Mary stands on the spot.)
At the Council of Chalcedon in 451, when bishops from throughout the Mediterranean world gathered in Constantinople, Emperor Marcian asked the Patriarch of Jerusalem to bring the relics of Mary to Constantinople to be enshrined in the capitol. The patriarch explained to the emperor that there were no relics of Mary in Jerusalem, that "Mary had died in the presence of the apostles; but her tomb, when opened later . . . was found empty and so the apostles concluded that the body was taken up into heaven."
In the eighth century, St. John Damascene was known for giving sermons at the holy places in Jerusalem. At the Tomb of Mary, he expressed the belief of the Church on the meaning of the feast: "Although the body was duly buried, it did not remain in the state of death, neither was it dissolved by decay. . . . You were transferred to your heavenly home, O Lady, Queen and Mother of God in truth."
On November 1, 1950, in the Apostolic Constitution "Munificentissimus Deus", Pope Pius XII. proclaimed the Assumption of Mary a dogma of the Catholic Church in these words: "The Immaculate Mother of God, the ever-virgin Mary, having completed the course of her earthly life, was assumed body and soul into heaven." With that, an ancient belief became Catholic doctrine and the Assumption was declared a truth revealed by God.
Prayer to Mary, Assumed into Heaven
O Immaculate Mary, Assumed into heaven,
you who are most blessed in the vision of God:
of God the Father who exalted you among all creatures,
of God the Son who willed that you bear Him as your Son and that you should be His Mother,
of God the Holy Spirit who accomplished the human conception of the Savior in you.
O Mary, most pure
O Mary, most sweet and beautiful
O Mary, strong and thoughtful woman
O Mary, poor and sorrowful
O Mary, virgin and mother
woman very human like Eve, more than Eve.
You are near to God by your grace and by your privileges
in your mysteries
in your mission, in your glory.
O Mary, assumed into the glory of Christ
in the complete and transfigured perfection of our human nature.
O Mary, gate of heaven
mirror of divine light
ark of the Covenant between God and mankind,
let our souls fly after you
let them fly long your radiant path,
transported by a hope that the world does not contain eternal beatitude.
Comfort us from heaven, O merciful Mother,
and guide us along your ways of purity and hope
till the day of that blessed meeting with you
and with your divine Son
our Savior, Jesus. Amen!
(Saint Paul VI)
Resources: EWTN, Vatican News, The Divine Mercy.
13 August 2026
Novena to Our Lady, Undoer of Knots / Novene zur Gottesmutter Maria, der Kotenlöserin
Novena to Our Lady Undoer of Knots by Ascension Press.
Novene zu Maria Knotenlöserin mit Gebeten von Papst Franziskus vom Bistum Augsburg oder die
Novene zur Gottesmutter Maria, der Kotenlöserin vom Seelsorgeraum Sulm-Saggautal, Graz-Sekau.
Novene zu Maria Knotenlöserin mit Gebeten von Papst Franziskus vom Bistum Augsburg oder die
Novene zur Gottesmutter Maria, der Kotenlöserin vom Seelsorgeraum Sulm-Saggautal, Graz-Sekau.
12 August 2026
09 August 2026
08 August 2026
Die Heiligen 14 Nothelfer
Die 14 Nothelfer sind Heilige, denen die Gläubigen seit Jahrhunderten ihre Anliegen und Alltagssorgen vorbringen.
Ihre Anrufung und Verehrung ist seit dem 9. Jahrhundert bezeugt. Um sie um Hilfe zu bitten, nahmen die Menschen früher weite Wege auf sich und pilgerten an Wallfahrtsstätten, an denen die Nothelfer verehrt wurden.
Zu den 14 Nothelfern werden gerechnet:
Bei den 14 Nothelfern handelt es sich um eine Gruppe heiliger Männer und Frauen, deren Anzahl gleich bleibt, der aber je verschiedene Heilige zugerechnet wurden. Auch die Anliegen, in denen die Heiligen angerufen wurden, unterlagen einem Wandel. Im Laufe des Mittelalters bildete sich jedoch ein relativ konstanter Kanon von Heiligen und von Gebetsanliegen heraus, in denen ihre Hilfe erfleht wurde, wobei zur Gruppe der drei weiblichen Heiligen des öfteren noch Dorothea hinzugezählt wurde. Bis auf den Einsiedler Ägidius sind alle Nothelfer Märtyrer.
Von vieren dieser Heiligen, Dionysius, Blasius, Barbara und Dorothea ist überliefert, dass sie vor ihrem Tod um die Gnade baten, im Himmel als Fürsprecher angerufen werden zu dürfen. Sie zeigten, wenn man so sagen darf, ein pastorales Engagement über den Tod hinaus.
Die Gruppe besteht interessanterweise aus einer großen Anzahl von Laien. Neun von ihnen, darunter die drei Frauen sind weder Priester, noch Diakone oder Ordensleute. Möglicherweise liegt darin auch ein Teil ihrer Popularität begründet, ebenso wie ihre breite Zuständigkeit für die vielfältigen Leiden des Körpers oder der Seele.
1248 wurde der erste Nothelferaltar in der Frauenkirche von Krems urkundlich bezeugt, weitere Belege für ihre Verehrung nahmen in den folgenden Jahrhunderten zu. Wirkliche Verbreitung und Verehrung fand diese Heiligengruppe jedoch erst seit der visionären Erfahrung des Schäfers Hermann Leicht von Frankenthal, in deren Folge 1525 die erste Kapelle zu ehren der Vierzehnheiligen erbaut wurde. Sie wurde wenig später im Bauernaufstand zerstört. Der Neubau von 1543 wurde dann der Vorläufer der Kirche von Balthasar Neumann von 1744.
Die Zahl vierzehn ist in diesem Zusammenhang keinesfalls zufällig. Betrachtet man die Zahl unter dem Blickwinkel der Zahlensymbolik, erschließt sich ihr Bedeutungsgehalt. Vierzehn ist zweimal sieben. Die sieben gilt als heilige Zahl, die in ihrer Zusammensetzung aus drei und vier die Einheit von Himmel und Erde abbildet. Die Zahl zwei wiederum steht ebenfalls für das Irdische. Die zweimalige sieben scheint also anzudeuten, dass wir es hier mit einer himmlischen Macht zu tun haben, die den Menschen in ihren irdischen Anliegen zu Hilfe kommen kann.
Nothelfer Gebete.
Quellen: Der SONNTAG, Erzbistum Bamberg, ORF.
Ihre Anrufung und Verehrung ist seit dem 9. Jahrhundert bezeugt. Um sie um Hilfe zu bitten, nahmen die Menschen früher weite Wege auf sich und pilgerten an Wallfahrtsstätten, an denen die Nothelfer verehrt wurden.
Zu den 14 Nothelfern werden gerechnet:
- Hl. Achatius von Byzanz: Ein Soldaten-Märtyrer. Er soll wegen seines Glaubens mit Dornen gegeißelt und schließlich enthauptet worden sein. Patron der Soldaten. Schutz bei Todesangst, Gefahr, Krieg, Verfolgung, Kopfweh und in ausweglosen Lagen.
- Hl. Ägidius von Saint-Gilles: Helfer für eine gute Beichte, Patron für stillende Mütter, bei Unfruchtbarkeit, für Holz, Wald und Vieh u. a.
- Hl. Barbara von Nikomedien: Unter anderem gilt sie als Patronin der Bergleute, Geologen, Architekten, Maurer, Elektriker, Bauern, Köche, Totengräber, fast aller Handwerker und besonders der jungen Frauen. Anrufung in persönlichen Nöten, für eine gute Sterbestunde.
- Hl. Blasius von Sebaste: Er war Arzt und Bischof, der Legende nach wurde er mehrere Male brutal gefoltert und dann enthauptet. Bekannt ist heute noch der sogenannte Blasius-Segen. Er hilft bei Halsleiden, Blasenerkrankungen, Zahnschmerzen, gegen wilde Tiere u.a.
- Hl. Christophorus: Schutz auf Reisen, gegen Seuchen, Epilepsie, Augenleiden, Blindheit, Zahnweh, Hagel, Feuer- und Wassergefahren, bei Dürre, Unwetter etc.
- Hl. Cyriacus: Er ist Patron der Winzer und Nothelfer gegen Frost, Gewitter und schlechtes Wetter. Er wird bei Gewissensängsten, Besessenheit, Versuchungen und teuflischen Anfechtungen angerufen.
- Hl. Dionysius von Paris: Er trägt in den Darstellungen sein eigenes Haupt unter dem Arm. Als erster Bischof von Paris enthauptet, ist er zuständig für den Schutz vor Kopfschmerzen, Gewissensunruhe, Seelenleiden und Tollwut.
- Hl. Erasmus (Elmo): Gemäß der Legende wurden ihm die Gedärme mit einer Schiffswinde aus dem Leib gezogen. Er wird angerufen bei Krämpfen, Koliken, Magenleiden, bei Geburtsschmerzen und Unterleibsbeschwerden und ist u.a. Patron der Seeleute und Weber.
- Hl. Eustachius: Er wurde zum Nothelfer gegen die Zerstörung der Natur und ist auch Patron der Förster, Jäger und Tuchhändler. Er kann auch in Trauerfällen und Glaubenszweifeln angerufen werden.
- Hl. Georg: Er ist Patron der Reiter und Pfadfinder, aber auch der Waffenschmiede. Er kann bei Kriegsgefahr, Schlangenbissen, Fieber, Seuchen sowie für gutes Wetter angerufen werden.
- Hl. Katharina von Alexandrien: Die schöne und weise Frau, die der Legende nach im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kam, ist unter anderem Patronin der Nonnen, Ehefrauen, Philosophen, Studenten, Buchdrucker und Beschützerin der Mädchen. Sie wird bei Migräne, Kopfschmerzen, Krankheiten der Zunge sowie für Stotternde angerufen.
- Hl. Margareta von Antiochien: Sie soll im Kerker einen Drachen und somit den Teufel besiegt haben. Sie ist unter anderem Patronin der Gebärenden und Hirten und wird bei Kinderwunsch, Wundheilige, Gesichtskrankheiten und für eine gute Geburt angerufen.
- Hl. Pantaleon: Er soll ein Kind wieder zum Leben erweckt haben und ist unter anderem Patron der Kranken und Ärzte. Er wird bei Verlassenheit, Kopfschmerzen, Heuschreckenplagen, Viehkrankheiten angerufen.
- Hl. Vitus (Veit): Der Legende nach hat er schon als Kind heldenhaft gewirkt, daher ist er der Patron der Jugendlichen – aber auch der Gastwirte, Schauspieler und Bierbrauer. Er wird gegen Unwetter und Feuergefahr, für eine gute Ernte, gegen viele Krankheiten wie zB „hysterischen“ Krankheitsbildern angerufen.
Bei den 14 Nothelfern handelt es sich um eine Gruppe heiliger Männer und Frauen, deren Anzahl gleich bleibt, der aber je verschiedene Heilige zugerechnet wurden. Auch die Anliegen, in denen die Heiligen angerufen wurden, unterlagen einem Wandel. Im Laufe des Mittelalters bildete sich jedoch ein relativ konstanter Kanon von Heiligen und von Gebetsanliegen heraus, in denen ihre Hilfe erfleht wurde, wobei zur Gruppe der drei weiblichen Heiligen des öfteren noch Dorothea hinzugezählt wurde. Bis auf den Einsiedler Ägidius sind alle Nothelfer Märtyrer.
Von vieren dieser Heiligen, Dionysius, Blasius, Barbara und Dorothea ist überliefert, dass sie vor ihrem Tod um die Gnade baten, im Himmel als Fürsprecher angerufen werden zu dürfen. Sie zeigten, wenn man so sagen darf, ein pastorales Engagement über den Tod hinaus.
Die Gruppe besteht interessanterweise aus einer großen Anzahl von Laien. Neun von ihnen, darunter die drei Frauen sind weder Priester, noch Diakone oder Ordensleute. Möglicherweise liegt darin auch ein Teil ihrer Popularität begründet, ebenso wie ihre breite Zuständigkeit für die vielfältigen Leiden des Körpers oder der Seele.
1248 wurde der erste Nothelferaltar in der Frauenkirche von Krems urkundlich bezeugt, weitere Belege für ihre Verehrung nahmen in den folgenden Jahrhunderten zu. Wirkliche Verbreitung und Verehrung fand diese Heiligengruppe jedoch erst seit der visionären Erfahrung des Schäfers Hermann Leicht von Frankenthal, in deren Folge 1525 die erste Kapelle zu ehren der Vierzehnheiligen erbaut wurde. Sie wurde wenig später im Bauernaufstand zerstört. Der Neubau von 1543 wurde dann der Vorläufer der Kirche von Balthasar Neumann von 1744.
Die Zahl vierzehn ist in diesem Zusammenhang keinesfalls zufällig. Betrachtet man die Zahl unter dem Blickwinkel der Zahlensymbolik, erschließt sich ihr Bedeutungsgehalt. Vierzehn ist zweimal sieben. Die sieben gilt als heilige Zahl, die in ihrer Zusammensetzung aus drei und vier die Einheit von Himmel und Erde abbildet. Die Zahl zwei wiederum steht ebenfalls für das Irdische. Die zweimalige sieben scheint also anzudeuten, dass wir es hier mit einer himmlischen Macht zu tun haben, die den Menschen in ihren irdischen Anliegen zu Hilfe kommen kann.
Nothelfer Gebete.
Quellen: Der SONNTAG, Erzbistum Bamberg, ORF.
06 August 2026
02 August 2026
Der Portiunkula-Ablass / The Portiunkula plenary indulgence
Der Portiunkula-Ablass ist ein vollkommener Ablass, den Gläubige jedes Jahr vom 1. August (ab Mittag) bis zum 2. August um Mitternacht oder am darauf folgenden Sonntag unter bestimmten Bedingungen erhalten können.
Im Juli 1216 hatte der heilige Franziskus während eines Gebets in der Portiuncula-Kapelle eine Vision von Jesus und Maria. Auf die Frage nach seinem Wunsch bat er um einen vollkommenen Ablass für alle, die die Kapelle, die der Heilige kurz zuvor mit eigenen Händen aus den Resten einer Ruine wiederaufgebaut hatte, mit aufrichtiger Reue und Beichte betraten. Jesus gewährte ihn und wies Franziskus an, die Zustimmung des Papstes einzuholen.
Franziskus bat um zwei Dinge:
Zum einen sollte der Ablass "ohne Opfergaben" gewährt werden, sozusagen gebührenfrei. Honorius III. soll diese Forderung anfangs abgelehnt haben, da Ablässe bis zum 13. Jahrhundert immer mit der Zahlung eines Geldbetrags verbunden waren.
Zum anderen wollte Franziskus einen vollständigen Ablass aller zeitlichen Sündenstrafen für die Besucher der Portiunkula – und nicht nur eine bestimmte Anzahl an Tagen weniger im Fegefeuer.
Papst Honorius III. gewährte den Ablass – heute bekannt als der „Ablass von Assisi“.
Ursprünglich galt dieser vollkommene Ablass nur für die Portiuncula-Kapelle vom Abend des 1. August bis Sonnenuntergang am 2. August. Später wurde er auf alle franziskanischen und schließlich auf alle katholischen Kirchen ausgeweitet.
Um den Ablass zu erhalten muss man
Traditionell wird der von Franziskus von Assisi erbetene Ablass für die Verstorbenen erworben.
In July 1216, while praying in the Portiuncula chapel, St. Francis saw a vision of Jesus and Mary. When asked what he desired, he requested a full pardon for all who entered the chapel with sincere repentance and confession. Jesus granted it, instructing Francis to seek papal approval. Pope Honorius III granted the request—now known as the “Pardon of Assisi.”
Originally limited to the Portiuncula from the evening of August 1 to sunset on August 2, this plenary indulgence was later extended to all Franciscan—and eventually all Catholic—churches.
To receive the indulgence (from noon August 1st to midnight August 2nd), one must: visit a Catholic or Franciscan church with devotion, go to Confession and Communion within 20 days, recite the Apostles’ Creed and the Our Father, pray for the Pope’s intentions, and be free from attachment to sin.
This extraordinary grace, born of divine mercy and Franciscan humility, is available each year—not only for ourselves (the living), but also for the souls in purgatory (the deceased).
Quellen: EWTN Vatican, Katholisch.de
Im Juli 1216 hatte der heilige Franziskus während eines Gebets in der Portiuncula-Kapelle eine Vision von Jesus und Maria. Auf die Frage nach seinem Wunsch bat er um einen vollkommenen Ablass für alle, die die Kapelle, die der Heilige kurz zuvor mit eigenen Händen aus den Resten einer Ruine wiederaufgebaut hatte, mit aufrichtiger Reue und Beichte betraten. Jesus gewährte ihn und wies Franziskus an, die Zustimmung des Papstes einzuholen.
Franziskus bat um zwei Dinge:
Zum einen sollte der Ablass "ohne Opfergaben" gewährt werden, sozusagen gebührenfrei. Honorius III. soll diese Forderung anfangs abgelehnt haben, da Ablässe bis zum 13. Jahrhundert immer mit der Zahlung eines Geldbetrags verbunden waren.
Zum anderen wollte Franziskus einen vollständigen Ablass aller zeitlichen Sündenstrafen für die Besucher der Portiunkula – und nicht nur eine bestimmte Anzahl an Tagen weniger im Fegefeuer.
Papst Honorius III. gewährte den Ablass – heute bekannt als der „Ablass von Assisi“.
Ursprünglich galt dieser vollkommene Ablass nur für die Portiuncula-Kapelle vom Abend des 1. August bis Sonnenuntergang am 2. August. Später wurde er auf alle franziskanischen und schließlich auf alle katholischen Kirchen ausgeweitet.
Um den Ablass zu erhalten muss man
- eine katholische oder franziskanische Kirche andächtig besuchen,
- innerhalb von 20 Tagen beichten und die Heilige Kommunion empfangen,
- das Apostolische Glaubensbekenntnis und das Vaterunser beten,
- für die Anliegen des Papstes beten und
- frei von der Sünde sein.
Traditionell wird der von Franziskus von Assisi erbetene Ablass für die Verstorbenen erworben.
✝✝✝✝✝✝✝
In July 1216, while praying in the Portiuncula chapel, St. Francis saw a vision of Jesus and Mary. When asked what he desired, he requested a full pardon for all who entered the chapel with sincere repentance and confession. Jesus granted it, instructing Francis to seek papal approval. Pope Honorius III granted the request—now known as the “Pardon of Assisi.”
Originally limited to the Portiuncula from the evening of August 1 to sunset on August 2, this plenary indulgence was later extended to all Franciscan—and eventually all Catholic—churches.
To receive the indulgence (from noon August 1st to midnight August 2nd), one must: visit a Catholic or Franciscan church with devotion, go to Confession and Communion within 20 days, recite the Apostles’ Creed and the Our Father, pray for the Pope’s intentions, and be free from attachment to sin.
This extraordinary grace, born of divine mercy and Franciscan humility, is available each year—not only for ourselves (the living), but also for the souls in purgatory (the deceased).
Quellen: EWTN Vatican, Katholisch.de
Vergebung
Vergebung bedeutet nicht, dass man es i.O. findet, was einem angetan wurde, was man erlebt hat. Vergebung bedeutet, dass man akzeptiert, dass es passiert ist und dass man nicht grollt. Für die Person, die einem Unrecht getan hat, zu beten, hilft dabei immens, man kommt zur Ruhe 😌
01 August 2026
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