Alles hat im Jahr 1571 begonnen. In diesem Jahr tobte die sogenannte „Seeschlacht von Lepanto“ zwischen den christlichen Mittelmeermächten unter Führung von Papst Pius V. (Papst 1566–1572) mit Spanien an der Spitze und dem Osmanischen Reich.
Als im Vatikan die Heilige Liga, bestehend aus spanischen, maltesischen und italienischen Flotten, gegen das Osmanische Reich gegründet wurde, veranlasste Papst Pius V. die Ernennung des jungen Don Juan de Austria zum Oberbefehlshaber der Flotte. Don Juan de Austria war das „Ergebnis“ einer kaiserlich-bürgerlichen Beziehung, nämlich der zwischen Kaiser Karl V. und der Regensburger Bürgerstochter Barbara Blomberg. Er wurde am 24. Februar 1547 in Regensburg geboren und wuchs ohne Kenntnis seiner Abstammung auf. Im Alter von drei Jahren ließ ihn Karl V. von seiner Mutter trennen und zu Pflegeeltern nach Spanien bringen. Hier bekam der Knabe eine standesgemäße Ausbildung. Erst in seinem Testament erkannte der Kaiser Don Juan als leibliches Kind an. Oberbefehlshaber auf osmanischer Seite war Kapitän Derya Ali Pascha, der in der Schlacht fiel.
Im Vorfeld der Schlacht ermunterte der aus dem Dominikanerorden stammende Papst Pius V. die Gläubigen, hierfür den Beistand Gottes mit dem Rosenkranzgebet zu erflehen und zur eucharistischen Anbetung zu gehen. In der berühmten Seeschlacht von Lepanto im Golf von Patras am 07. Oktober 1571 zog die Heilige Liga mit einem vom Papst gesegneten Banner in die Schlacht. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass sie ein aus Mexiko an den spanischen König gesandtes Gemälde mit sich führten, das das als „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“ bekannte wundertätige Gnadenbild darstellte.
In der Schlacht traf die Heilige Liga auf die osmanischen Kriegsschiffe, die in der Form eines Halbmonds - dem Symbol des Islam - aufgestellt waren. Die Schiffe der Heiligen Liga formierten sich hingegen zu einem Kreuz. Insgesamt waren mehr als 400 Kriegsschiffe an der Auseinandersetzung beteiligt, was sie zu einer der größten Seeschlachten der Geschichte machte. Zu Beginn der Schlacht stand der Wind ungünstig für die Heilige Liga, doch später drehte er plötzlich, sodass sie die muslimischen Streitkräfte nach fünfstündigem Kampf vernichtend schlagen konnte. Die Heilige Liga schrieb diesen wundersamen Windwechsel der Jungfrau Maria zu. Papst Pius V. wusste, dass die Gottesmutter für die Heilige Liga Fürsprache eingelegt und so deren Sieg erwirkt hatte. Tatsächlich sah er am Tag der Seeschlacht von Lepanto, dem 07. Oktober 1571, die selige Muttergottes in einer Vision, und sie offenbarte ihm den Sieg.
Der Papst setzte für den ersten Jahrestag des Sieges - den 7. Oktober 1572 - das Marienfest „Fest der Jungfrau Maria vom Sieg“ ein.
1573 wollte Papst Gregor XIII. die Wichtigkeit des Rosenkranzes betonen und führte sowohl für den Dominikanerorden als auch für die Bruderschaften vom hl. Rosenkranz und Kirchen, in denen die seligste Jungfrau vom hl. Rosenkranz verehrt wurde, das „Rosenkranzfest der seligsten Jungfrau“ ein, das am ersten Oktobersonntag zu feiern war.
Anlässlich der ersten Jahrhundertfeier des Sieges von Lepanto erbat die spanische Königin Maria Anna für ihre Länder bei Klemens X. die Erlaubnis, das Rosenkranzfest feiern zu dürfen.
Im Jahre 1716, nach dem Sieg am 05. August 1716 der kaiserlichen Truppen unter dem Kommando des Prinzen Eugen von Savoyen über das osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein in Ungarn, nahm man unter Papst Clemens XI. den ersten Sonntag im Oktober als Fest in den Römischen Kalender auf.
Den Oktober als Rosenkranzmonat führte Papst Leo XIII. 1884 ein.
1913 veranlasste Papst Pius X. eine Zusammenführung des „Gedenktags der siegreichen Jungrau“ und des „Rosenkranzfestes der seligsten Jungfrau“ auf den 7. Oktober.
Papst Johannes XXIII. gab dem Fest 1960 den Titel "Fest der seligen Jungfrau Maria vom Rosenkranz".
Bei der liturgischen Reform wurde das Rosenkranzfest auf „Unsere liebe Frau vom Rosenkranz“ umbenannt. Als "Unsere liebe Frau vom Rosenkranz" war Maria ab 13. Mai 1917 fünfmal drei Kindern, darunter Lúcia Marto, in Fátima, erschienen und somit fiel der Akzent nicht mehr auf den Rosenkranz als Gegenstand der Feier oder als „Kriegswaffe“, sondern auf Maria, die das „Geheimnis“ unserer Versöhnung Fleisch werden ließ.
Der Rosenkranz
Nach alter Überlieferung soll der heilige Dominikus (Gründer des Predigerordens der Dominikaner) bei einer Marienerscheinung im Jahre 1208 die heutige Form des Rosenkranzes empfangen und anschließend in seinem Orden eingeführt haben. Dabei habe Maria den Rosenkranz Dominikus als "Waffe" im Kampf gegen die Albigenser (einer antikirchlichen Ketzerbewegung) geschenkt.
Der Überlieferung nach machte die Gottesmutter 1464 dem seligen Alan de la Roche diese 15 Verheißungen:
So betest du den Rosenkranz
Quellen: Erzbistum Köln, Bistum Regensburg, Radio Horeb, Malteserorden, Servitenorden, Ökumenisches Heiligenlexikon, EWTN, Ascension, Vorauer Marienschwestern, Vivat.
Als im Vatikan die Heilige Liga, bestehend aus spanischen, maltesischen und italienischen Flotten, gegen das Osmanische Reich gegründet wurde, veranlasste Papst Pius V. die Ernennung des jungen Don Juan de Austria zum Oberbefehlshaber der Flotte. Don Juan de Austria war das „Ergebnis“ einer kaiserlich-bürgerlichen Beziehung, nämlich der zwischen Kaiser Karl V. und der Regensburger Bürgerstochter Barbara Blomberg. Er wurde am 24. Februar 1547 in Regensburg geboren und wuchs ohne Kenntnis seiner Abstammung auf. Im Alter von drei Jahren ließ ihn Karl V. von seiner Mutter trennen und zu Pflegeeltern nach Spanien bringen. Hier bekam der Knabe eine standesgemäße Ausbildung. Erst in seinem Testament erkannte der Kaiser Don Juan als leibliches Kind an. Oberbefehlshaber auf osmanischer Seite war Kapitän Derya Ali Pascha, der in der Schlacht fiel.
Im Vorfeld der Schlacht ermunterte der aus dem Dominikanerorden stammende Papst Pius V. die Gläubigen, hierfür den Beistand Gottes mit dem Rosenkranzgebet zu erflehen und zur eucharistischen Anbetung zu gehen. In der berühmten Seeschlacht von Lepanto im Golf von Patras am 07. Oktober 1571 zog die Heilige Liga mit einem vom Papst gesegneten Banner in die Schlacht. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass sie ein aus Mexiko an den spanischen König gesandtes Gemälde mit sich führten, das das als „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“ bekannte wundertätige Gnadenbild darstellte.
In der Schlacht traf die Heilige Liga auf die osmanischen Kriegsschiffe, die in der Form eines Halbmonds - dem Symbol des Islam - aufgestellt waren. Die Schiffe der Heiligen Liga formierten sich hingegen zu einem Kreuz. Insgesamt waren mehr als 400 Kriegsschiffe an der Auseinandersetzung beteiligt, was sie zu einer der größten Seeschlachten der Geschichte machte. Zu Beginn der Schlacht stand der Wind ungünstig für die Heilige Liga, doch später drehte er plötzlich, sodass sie die muslimischen Streitkräfte nach fünfstündigem Kampf vernichtend schlagen konnte. Die Heilige Liga schrieb diesen wundersamen Windwechsel der Jungfrau Maria zu. Papst Pius V. wusste, dass die Gottesmutter für die Heilige Liga Fürsprache eingelegt und so deren Sieg erwirkt hatte. Tatsächlich sah er am Tag der Seeschlacht von Lepanto, dem 07. Oktober 1571, die selige Muttergottes in einer Vision, und sie offenbarte ihm den Sieg.
Der Papst setzte für den ersten Jahrestag des Sieges - den 7. Oktober 1572 - das Marienfest „Fest der Jungfrau Maria vom Sieg“ ein.
1573 wollte Papst Gregor XIII. die Wichtigkeit des Rosenkranzes betonen und führte sowohl für den Dominikanerorden als auch für die Bruderschaften vom hl. Rosenkranz und Kirchen, in denen die seligste Jungfrau vom hl. Rosenkranz verehrt wurde, das „Rosenkranzfest der seligsten Jungfrau“ ein, das am ersten Oktobersonntag zu feiern war.
Anlässlich der ersten Jahrhundertfeier des Sieges von Lepanto erbat die spanische Königin Maria Anna für ihre Länder bei Klemens X. die Erlaubnis, das Rosenkranzfest feiern zu dürfen.
Im Jahre 1716, nach dem Sieg am 05. August 1716 der kaiserlichen Truppen unter dem Kommando des Prinzen Eugen von Savoyen über das osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein in Ungarn, nahm man unter Papst Clemens XI. den ersten Sonntag im Oktober als Fest in den Römischen Kalender auf.
Den Oktober als Rosenkranzmonat führte Papst Leo XIII. 1884 ein.
1913 veranlasste Papst Pius X. eine Zusammenführung des „Gedenktags der siegreichen Jungrau“ und des „Rosenkranzfestes der seligsten Jungfrau“ auf den 7. Oktober.
Papst Johannes XXIII. gab dem Fest 1960 den Titel "Fest der seligen Jungfrau Maria vom Rosenkranz".
Bei der liturgischen Reform wurde das Rosenkranzfest auf „Unsere liebe Frau vom Rosenkranz“ umbenannt. Als "Unsere liebe Frau vom Rosenkranz" war Maria ab 13. Mai 1917 fünfmal drei Kindern, darunter Lúcia Marto, in Fátima, erschienen und somit fiel der Akzent nicht mehr auf den Rosenkranz als Gegenstand der Feier oder als „Kriegswaffe“, sondern auf Maria, die das „Geheimnis“ unserer Versöhnung Fleisch werden ließ.
Der Rosenkranz
Nach alter Überlieferung soll der heilige Dominikus (Gründer des Predigerordens der Dominikaner) bei einer Marienerscheinung im Jahre 1208 die heutige Form des Rosenkranzes empfangen und anschließend in seinem Orden eingeführt haben. Dabei habe Maria den Rosenkranz Dominikus als "Waffe" im Kampf gegen die Albigenser (einer antikirchlichen Ketzerbewegung) geschenkt.
Der Überlieferung nach machte die Gottesmutter 1464 dem seligen Alan de la Roche diese 15 Verheißungen:
- Diejenigen, welche meinen Rosenkranz beharrlich beten, erlangen eine besondere Gnade.
- Ich verspreche jenen, die andächtig den Psalter meines Rosenkranzes beten, große Gnaden und meinen besonderen Schutz.
- Der Rosenkranz ist ein mächtiger Schild gegen den höllischen Feind; er vernichtet das Laster, verhindert die Sünde und rottet die Irrlehre aus.
- Der Rosenkranz bewirkt das Wiederaufblühen der Tugend und Werke der Gottseligkeit. Durch ihn wird den Seelen die Fülle der göttlichen Erbarmungen zuteil; indem sie sich von der eitlen Anhänglichkeit an die Güter dieser Welt losschälen, werden sie erfüllt von dem Verlangen nach den ewigen Gütern; viele Seelen werden durch den heiligen Rosenkranz gerettet.
- Die Seele, welche in rechter Weise durch meinen Rosenkranz ihre Zuflucht zu mir nimmt, geht nicht verloren.
- Alle diejenigen, welche andächtig den Rosenkranz beten, und dabei die Geheimnisse betrachten, werden vom Unglücke nicht niedergebeugt und vor dem unvorhergesehenen Tode bewahrt bleiben. Sind sie in Sünden, so werden sie die Gnade der Bekehrung erlangen; die Gnade der Beharrlichkeit aber, wenn sie gerecht sind, und sie werden würdig befunden werden des ewigen Lebens.
- Die Gläubigen, welche eine wahre Andacht zu meinem Rosenkranz haben, werden nicht ohne Empfang der heiligen Sakramente sterben.
- Ich will, dass jene, die meinen Rosenkranz andächtig beten, während ihres Lebens und im Augenblicke ihres Todes der Fülle göttlicher Erleuchtungen und Gnaden teilhaftig werden sowie der Verdienste der Heiligen Gottes.
- Jeden Tag befreie ich aus dem Fegfeuer die Seelen, welche in ihrem Leben die Andacht des heiligen Rosenkranzes beharrlich gepflegt haben.
- Denen, die wahrhaft andächtig meinen Rosenkranz beten, wird im Himmel eine besondere Glorie zuteil werden.
- Alles, was man mich mittels des heiligen Rosenkranzes bittet, wird man erhalten.
- Diejenigen, welche an der Verbreitung meines Rosenkranzes arbeiten, werden in all‘ ihren Nöten meine Hilfe erfahren.
- Ich habe von meinem göttlichen Sohne die Gnade erlangt, dass alle, welche der Bruderschaft vom heiligen Rosenkranze einverleibt sind, die glückseligen Bewohner des Himmels zu ihren Brüdern und Schwestern haben, während ihres Lebens und in der Stunde ihres Todes.
- Diejenigen, welche meinen Rosenkranz beten, sind meine bevorzugten Kinder und Brüder Jesu Christi, meines eingeborenen Sohnes.
- Die Andacht zum hl. Rosenkranz ist ein besonderes Merkmal der Auserwählung.
So betest du den Rosenkranz
Quellen: Erzbistum Köln, Bistum Regensburg, Radio Horeb, Malteserorden, Servitenorden, Ökumenisches Heiligenlexikon, EWTN, Ascension, Vorauer Marienschwestern, Vivat.
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