Allerheiligen
Mit dem Hochfest Allerheiligen (lat. »Festum Omnium Sanctorum«) am 01.11. beginnt der „Totenmonat“ November. Die liturgische Farbe ist weiß.
An Allerheiligen gedenken Christen grundsätzlich aller Heiligen. Die Heiligen führen uns vor Augen, dass der Tod keinen Endpunkt bedeutet: Nach ihm kommt die Auferstehung und ein Leben ganz bei Gott im Himmel. Es öffnet sich der Blick auf das Leben nach dem Tod und die Heiligen als Vorbilder dorthin.
Doch an Allerheiligen werden nicht nur bekannte Heilige geehrt, sondern auch unbekannte, deren Heiligkeit nur Gott sieht. Denn heilig ist und wird nicht nur, wer jederzeit vorbildlich lebt und einen aufsehenerregenden Märtyrertod stirbt. Grundsätzlich ist jeder Mensch dazu berufen, heilig zu leben. Das Zweite Vatikanische Konzil hat es ausdrücklich gesagt: Alle Gläubigen, gleich welchen Standes, sind „zur Fülle des christlichen Lebens und Vollkommenheit der Liebe berufen“ (KKK 2013). Heiligkeit ist das Ziel jedes christlichen Lebens und ein wenig Heiligkeit steckt in jedem, der sich für mehr Frieden, Freiheit, Menschlichkeit und Nächstenliebe einsetzt.
Im Glaubensbekenntnis bekennen die Christen „die Gemeinschaft der Heiligen“. Der Katechismus erklärt, dass die Kirche in drei Ständen besteht: Die einen pilgern noch auf Erden, andere werden nach dem Tod geläutert, wieder andere sind verherrlicht und schauen Gott (KKK 954). Alle drei bilden zusammen die eine Kirche (KKK 962). Diese Gemeinschaft ist lebendig. Die Heiligen hören nicht auf, beim Vater für die Menschen einzutreten (KKK 956), und die Lebenden beten für die Verstorbenen (KKK 958).
Der Allerheiligentag wird, wie auch der darauffolgende Allerseelentag, bei katholischen Christinnen und Christen traditionell vor allem dafür genutzt, um mit der Familie die Gräber verstorbener Verwandter zu besuchen. Mitbedingt durch das oftmals graue Novemberwetter liegt über diesem Totenfest meist eine melancholische Stimmung, obwohl es eigentlich theologisch ein Freudenfest ist und eng mit Ostern und dem Glauben an die Auferstehung der Toten in Verbindung steht.
Mit dem Hochfest Allerheiligen (lat. »Festum Omnium Sanctorum«) am 01.11. beginnt der „Totenmonat“ November. Die liturgische Farbe ist weiß.
An Allerheiligen gedenken Christen grundsätzlich aller Heiligen. Die Heiligen führen uns vor Augen, dass der Tod keinen Endpunkt bedeutet: Nach ihm kommt die Auferstehung und ein Leben ganz bei Gott im Himmel. Es öffnet sich der Blick auf das Leben nach dem Tod und die Heiligen als Vorbilder dorthin.
Doch an Allerheiligen werden nicht nur bekannte Heilige geehrt, sondern auch unbekannte, deren Heiligkeit nur Gott sieht. Denn heilig ist und wird nicht nur, wer jederzeit vorbildlich lebt und einen aufsehenerregenden Märtyrertod stirbt. Grundsätzlich ist jeder Mensch dazu berufen, heilig zu leben. Das Zweite Vatikanische Konzil hat es ausdrücklich gesagt: Alle Gläubigen, gleich welchen Standes, sind „zur Fülle des christlichen Lebens und Vollkommenheit der Liebe berufen“ (KKK 2013). Heiligkeit ist das Ziel jedes christlichen Lebens und ein wenig Heiligkeit steckt in jedem, der sich für mehr Frieden, Freiheit, Menschlichkeit und Nächstenliebe einsetzt.
Im Glaubensbekenntnis bekennen die Christen „die Gemeinschaft der Heiligen“. Der Katechismus erklärt, dass die Kirche in drei Ständen besteht: Die einen pilgern noch auf Erden, andere werden nach dem Tod geläutert, wieder andere sind verherrlicht und schauen Gott (KKK 954). Alle drei bilden zusammen die eine Kirche (KKK 962). Diese Gemeinschaft ist lebendig. Die Heiligen hören nicht auf, beim Vater für die Menschen einzutreten (KKK 956), und die Lebenden beten für die Verstorbenen (KKK 958).
Der Allerheiligentag wird, wie auch der darauffolgende Allerseelentag, bei katholischen Christinnen und Christen traditionell vor allem dafür genutzt, um mit der Familie die Gräber verstorbener Verwandter zu besuchen. Mitbedingt durch das oftmals graue Novemberwetter liegt über diesem Totenfest meist eine melancholische Stimmung, obwohl es eigentlich theologisch ein Freudenfest ist und eng mit Ostern und dem Glauben an die Auferstehung der Toten in Verbindung steht.
Der Sel. Erzbischof Fulton J. Sheen:
Das Leben der Heiligen wurde als Spiegel des Heilsgeschehens an Ostern verstanden. In dieser Weise versteht es auch der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, wenn er von der Auferstehung spricht (vgl. 1 Kor 15,23).
Liturgiegeschichtlich liegt der Ursprung des Allerheiligenfestes in der Kirchweihe des "Pantheon" (von griechisch pan "all", "gesamt", und theós "Gott") in Rom, eines bisherigen heidnischen Tempels aus dem 2. Jahrhundert, der zuvor allen Göttern des Heidentums geweit war. Diese Kirchweihe durch Papst Bonifatius IV. fand wahrscheinlich am 13. Mai 609 (oder 610) statt. Seit der Kirchweihe trägt das Gebäude den Titel: "Maria, Königin aller Märtyrer" (lat. »Sancta Maria ad Martyres«). Papst Bonifatius IV. ordnete eine jährliche Feier am Freitag nach Ostern an.
Ab dem 8. Jahrhundert verblasst der Zusammenhang von Ostern und dem „Herrentag aller Heiligen“ allmählich, sodass er zunächst in Irland am 1. November gefeiert wurde. Im Vordergrund stand nicht mehr das Osterfest, sondern die vergehende Natur: Anfang November begann in Irland der Winter und das neue Jahr (Keltisches Neujahr). Die sichtbare Vergänglichkeit in der umgebenden Natur sensibilisiert den Menschen für die Vergänglichkeit der irdischen Welt. Dadurch öffnet sich der Blick auf das Leben nach dem Tod und die Vorbilder dorthin: alle Heiligen. Irische Missionare brachten das neue Allerheiligenfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent.
Papst Gregor III. erweiterte das Hochfest der Märtyrer und weihte eine Kapelle in der Basilika St. Peter (auch Petersdom) allen Heiligen. Er legte den Termin für die Stadt Rom auf den 1. November.
Im Jahre 835 erklärte Kaiser Ludwig der Fromme den 1. November zu einem gebotenen Feiertag im gesamten Frankenreich und im selben Jahr legte Papst Gregor IV. Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November fest. In den orthodoxen Kirchen wird Allerheiligen am ersten Sonntag nach Pfingsten gefeiert.
Allerseelen
Aus dem weiten Verständnis von Heiligkeit in Anlehnung an die biblischen Paulusbriefe passt die Einführung des Festes Allerseelen (lat. »Dies in commemoratione omnium fidelium defunctorum«), dem Gedenktag der Verstorbenen, der am 2. November gefeiert wird und auch heute noch mit bestimmten Bräuchen verbunden ist. Die liturgische Farbe ist violett (oder alternativ: schwarz).
Die Ursprünge des Allerseelenfestes reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Der Abt des französischen Benediktinerklosters Cluny, Odilo von Cluny, führte im Jahr 998 diesen Gedenktag in den ihm unterstellten Klöstern ein, um der Verstorbenen zu gedenken, die noch auf die endgültige Aufnahme in den Himmel warten. Die Praxis verbreitete sich schnell in der westlichen Kirche und wurde im 14. Jahrhundert offiziell in den liturgischen Kalender der katholischen Kirche aufgenommen.
Es ist ein alter und guter Brauch, anlässlich von Allerseelen die Gräber der Verstorbenen aufzusuchen. Denn Christen wissen sich mit den Verstorbenen verbunden, von denen und für die sie hoffen, dass sie durch Christus erlöst sind und ihr Leben bei Gott führen. Diese Auferstehungshoffnung findet u.a. in der Gräbersegnung ihren Ausdruck. Das Aufsuchen der Gräber findet entweder als gemeinsame Gräbersegnung oder individueller Friedhofsbesuch statt. Geeignete Gebete und Texte finden sich z.B. im Gotteslob Nr. 680,8 und 655.
An Allerheiligen und Allerseelen für Verstorbene beten
Über viele Jahrhunderte haben sich die Gläubigen damit befasst, wie sie den Verstorbenen bei der endgültigen Erlösung helfen können. Vor allem durch „gute Werke“ an den armen Menschen im Diesseits wollte man den Seelen im Jenseits helfen, denn Christen gedenken der Toten, weil sie leben, nicht damit sie leben.
Genau deshalb sind sie - wie an jedem anderen Tag auch - angehalten, den Verstorbenen durch Gebet, Almosen, Ablässe, Fasten, Buße und vor allem aber die Feier der Messe (KKK 1032) zu helfen. Durch diese Fürsprache verkürzt sich die Zeit für jene „armen Seelen im Fegefeuer“. Der Kirche als Erinnerungsgemeinschaft geht es darum, den einzelnen Menschen nicht einfach nur technisch zu „entsorgen“, sondern ihn würdig zu bestatten und im Gedächtnis zu behalten.
Das Fegefeuer
Das Lehre des Fegefeuers (Purgatorium, vom lateinischen purgare: reinigen) hat die Kirche auf den Konzilien von Florenz im 15. und Trient im 16. Jahrhundert verbindlich formuliert (KKK 1031), aber die Praxis ist viel älter. Inschriften in den römischen Katakomben bitten um Frieden für die Verstorbenen.
Dahinter steht der Gedanke, dass alle Menschen Fehler und Sünden gemacht haben. Das Fegefeuer ist im katholischen Glauben ein Ort der Reinigung, an dem die Seelen der Verstorbenen für die Vereinigung mit Gott vorbereitet werden, da von Gott beim Endgericht ein gerechtes Urteil über das Leben erwartet wird, d.h. das Fegefeuer dient als Zeit und Ort der Buße, bevor die Seele in den Himmel kommt. Das Fegefeuer ist also keineswegs mit der Hölle zu verwechseln! Die Kirche betont, dass diese Läuterung „von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden ist“ (KKK 1031). Das Fegefeuer ist also keine abgeschwächte Hölle. Wer dort ist, gehört schon zu Gott
Der Katechismus sagt: Wer in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, „ist zwar seines ewigen Heiles sicher, macht aber nach dem Tod eine Läuterung durch, um die Heiligkeit zu erlangen, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen zu können“ (KKK 1030).
Das Direktorium über die Volksfrömmigkeit erklärt es mit einem Bild aus der Freundschaft (Direktorium Nr. 251):
Die stärkste Stütze ist das Gebet für die Toten. Im zweiten Makkabäerbuch lässt Judas der Makkabäer ein Sühnopfer darbringen, „damit sie von der Sünde befreit werden“ (2 Makk 12,45). Für Verstorbene zu beten ergibt nur Sinn, wenn ihnen noch geholfen werden kann (KKK 1032).
Ablassmöglichkeiten zu Allerheiligen und Allerseelen
Im Monat November bietet die Kirche Katholiken die Möglichkeit, vollkommene Ablässe für die armen Seelen zu erlangen - in der Hoffnung, die zeitlichen Sündenstrafen, unter denen diese Seelen leiden, vollständig zu tilgen.
Was ist ein vollkommener Ablass?
Nach dem Katechismus der Katholischen Kirche (KKK 1471) ist ein Ablass der Erlass zeitlicher Sündenstrafen, deren Schuld bereits vergeben wurde. Ein vollkommener Ablass tilgt alle diese zeitlichen Sündenstrafen, während ein Teilablass einen Teil davon tilgt. Ablässe können für die Lebenden oder für die verstorbenen Gläubigen erlangt werden.
Am Allerseelentag (bzw. bereits ab 12 Uhr des Allerheiligentags):
Vollkommener Ablass bei Besuch einer Kirche sowie Gebet von Glaubensbekenntnis und Vater Unser unter den gewöhnlichen Ablass-Bedingungen.
Täglich vom 1. bis zum 8. November:
Vollkommener Ablass für die Verstorbenen bei Friedhofsbesuch mit Gebet für die Verstorbenen unter den gewöhnlichen Bedingungen.
Gewöhnliche Bedingungen für einen vollkommenen Ablass:
Es ist nur ein vollkommener Ablass pro Tag möglich. Wenn eine Bedingung fehlt, wird ein Teilablass gewährt. Es können mehrere Teilablässe täglich gewonnen werden.
Einige wichtige Punkte, die zu beachten sind:
Brauchtum
Vor allem im süddeutschen Raum und in Österreich hat ein spezielles Gebäck aus Hefeteig eine Jahrhunderte lange Tradition. Das Gebildebrot aus süßem Hefeteig ist in den verschiedenen Regionen unter dem Namen Allerheiligenstriezel (so genannt u.a. im Osten Österreichs), Allerheiligenwecken, Allerheiligenzopf (so genannt u.a. im Westen Österreichs) oder Seelenzopf bekannt. Der Teig wird in der Form eines Zopfes aus drei oder mehr Strängen geflochten und mit Hagelzucker oder Streuseln verziert.
Die Tradition geht in das 17. Jahrhundert zurück. Er soll an die Verbindung von Himmel und Erde, Diesseits und Jenseits, an die liebevolle Gemeinschaft zwischen den auf der Erde Lebenden und den in die Ewigkeit Vorausgegangenen erinnern. Römer 14,7-8:
In manchen Regionen Österreichs wird der Allerheiligentag auch als „Godntag“ begangen. Wie zu Ostern und zu Weihnachten besuchen sich Pate/Patin („God“, „Gote“) und Patenkind („Godnkind“); der Pate oder die Patin nehmen dabei ein kleines Geschenk oder ein Gebildbrot bzw. einen Striezel („Godnsach“) für das Patenkind mit. Auch ein Beschenken des Paten oder der Patin durch das Patenkind ist in manchen Regionen üblich. Traditionell wird zu Allerheiligen auch der in den Weltkriegen gefallenen Soldaten mit Feiern und Kranzniederlegungen vor den Denkmälern gedacht. Oft werden an Straßenrändern Gedenktafeln und Kreuze für Verunglückte aufgestellt.
In Hallein legte man an Allerseelen "Seelenbretzeln" auf die Gräber.
Im Mittelalter kam dem sogenannten Allhallowtide in Großbritannien und Irland eine größere Bedeutung zu. Allhallowtide war eine mehrtägige Ehrung der Toten, die aus All Hallows‘ Eve (der Abend vor Allerheiligen), All Hallows (Allerheiligen am 1. November) und All Souls (Allerseelen am 2. November) bestand. Anstatt frommer Gebete backten die Leute gerne leckere Kekse, um sie an All Souls an Arme oder Kinder zu verteilen, die an die Tür klopften und ein Gedicht oder ein Lied vortrugen ("Souling" genannt). Jeder verschenkte Soul Cake rettete eine Seele aus dem Fegefeuer, sagte man. Mit der Reformation verschwand dieser katholische Brauch in Großbritannien. Mit diesem Spruch bat man um Soul Cakes:
A soul-cake, a soul-cake, please.
Good missus, a soul-cake.
One for Peter, two for Paul,
Three for Him who saved us all.
In Italien werden anlässlich des "festa dei morti" verschiedene "dolci dei morti" zubereitet, um die wiederkehrenden Seelen der Verstorbenen willkommen zu heißen. So ist dies in der Lombardei beispielsweise das sogenannte "pan dei morti": Dunkles, sehr aromatisches, süßes Gebäck aus Eiklar, Kakao, zerbröselten Keksen, Trockenfrüchten und Gewürzen. In Umbrien wiederum tischt man zu dieser Zeit "stinchetti" auf: Kleine, oberschenkelknochenförmige, süße Mandelbäckereien.
In Mexiko wird der "día de muertos" zwischen 31. Oktober und 2. November als großes, fröhliches, kunterbuntes Volksfest gefeiert. Kulinarisch im Mittelpunkt stehen dabei das bekannte "pan de muerto", ein runder Germteiglaib, verziert mit Strängen, welche die Gebeine der Toten darstellen sollen, sowie die "calaveras de dulce", kleine Zuckerfigürchen in Form von Totenschädeln.
In Dänemark wurden zum Allerseelentag Zeilen kleiner, besonders leicht abteilbarer Weizenbrötchen gebacken.
Das Seelenbrot hat vor allem in der schwäbischen Region eine lange Tradition. Diese länglichen Brötchen gehen ebenfalls auf einen Brauchtum zu Allerseelen zurück, denn man dachte, dass die Seelen der Verstorbenen an diesem Tag unter den Lebenden sind und hat diese mit Brot mitversorgt. Danach wurde das Brot an die armen Menschen nach dem Gebet gereicht. Dabei war die längliche Form einfach praktisch, um sie jemanden zu überreichen.
Eine Tradition, die vor allem in Böhmen und Mähren bekannt ist, sind die so genannten Allerseelenkuchen, sogenannten "Dušky" ("Böhmischen" oder "Prager Seelchen"). Dieses Kleingebäck wird aus einem Hefeteig zubereitet und in Schmalz oder Fett herausgebacken und wurde früher, wie auch das Seelenbrot, an die Armen verteilt.
Ein weiterer Brauch, der schon fast in Vergessenheit geraten ist, ist das Essen von Hirsebrei zu Allerseelen. Dabei dachte man, dass jedes gegessene Korn dafür eine Seele aus dem Fegefeuer befreit. Heute wird dieser Brauch zwar kaum noch vollzogen, jedoch sind uns so manche Speisen, wie zum Beispiel das Essen von Grießbrei zu Allerseelen, dadurch geblieben.
Keltischer Aberglaube rund um Allerheiligen
Nach altem Volksglauben stiegen die »armen Seelen« in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen oder in der Nacht auf Allerheiligen, dem keltischen Neujahr, aus dem Fegefeuer auf. Im Englischen heißt der Vorabend von Allerheiligen „All Hallows‘ Eve“ - der „Vorabend des den Heiligen geweihten Tages“ -> „Halloween“.
Katholiken sollten nicht an Aberglauben glauben (KKK 2110) und die Kirche rät davon ab, an paganen Festivitäten mit bösen Gestalten teilzunehmen! Im Gegenteil dazu, erlaubt die Kirche, den Vorabend von Allerheiligen katholisch zu verbringen und rät sogar dazu, ihn "zurückzuerobern".

V: Herr, gib den Verstorbenen die ewige Ruhe,
A: und das ewige Licht leuchte ihnen.
V: Herr, lass sie ruhen in Frieden.
A: Amen.
Gebet zum "Gott des Erbarmens" von Eva-Maria Will:
Andere geeignete Gebete und Texte finden sich im Gotteslob, z.B. Nr. 680,8 und 655.
Quellen: Erzdiözese Wien, Erzbistum Köln, Erzbistum Köln, Vivat, Militärordinariat der Republik Österreich, Katholische Kirche Steiermark, Diözese Linz, GuteKueche.de, ichkoche.at, EWTN, EWTN, Priesterbruderschaft St. Petrus.
„Niemand ist lebendiger, als ein toter Heiliger.“Ab dem 4. Jahrhundert ist ein Fest für alle Heiligen überliefert. Die frühen Christen gedachten am Sonntag nach Pfingsten aller Heiligen, denn sie waren vom Osterfest lange nicht wegzudenken. Dieser "Herrentag aller Heiligen" geht auf den Hl. Johannes Chrysostomus zurück und wurde damals am Oktavtag von Pfingsten gefeiert. In der griechisch-orthodoxen Kirche hat sich dieser Festtermin bis heute erhalten.
Das Leben der Heiligen wurde als Spiegel des Heilsgeschehens an Ostern verstanden. In dieser Weise versteht es auch der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, wenn er von der Auferstehung spricht (vgl. 1 Kor 15,23).
Liturgiegeschichtlich liegt der Ursprung des Allerheiligenfestes in der Kirchweihe des "Pantheon" (von griechisch pan "all", "gesamt", und theós "Gott") in Rom, eines bisherigen heidnischen Tempels aus dem 2. Jahrhundert, der zuvor allen Göttern des Heidentums geweit war. Diese Kirchweihe durch Papst Bonifatius IV. fand wahrscheinlich am 13. Mai 609 (oder 610) statt. Seit der Kirchweihe trägt das Gebäude den Titel: "Maria, Königin aller Märtyrer" (lat. »Sancta Maria ad Martyres«). Papst Bonifatius IV. ordnete eine jährliche Feier am Freitag nach Ostern an.
Ab dem 8. Jahrhundert verblasst der Zusammenhang von Ostern und dem „Herrentag aller Heiligen“ allmählich, sodass er zunächst in Irland am 1. November gefeiert wurde. Im Vordergrund stand nicht mehr das Osterfest, sondern die vergehende Natur: Anfang November begann in Irland der Winter und das neue Jahr (Keltisches Neujahr). Die sichtbare Vergänglichkeit in der umgebenden Natur sensibilisiert den Menschen für die Vergänglichkeit der irdischen Welt. Dadurch öffnet sich der Blick auf das Leben nach dem Tod und die Vorbilder dorthin: alle Heiligen. Irische Missionare brachten das neue Allerheiligenfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent.
Papst Gregor III. erweiterte das Hochfest der Märtyrer und weihte eine Kapelle in der Basilika St. Peter (auch Petersdom) allen Heiligen. Er legte den Termin für die Stadt Rom auf den 1. November.
Im Jahre 835 erklärte Kaiser Ludwig der Fromme den 1. November zu einem gebotenen Feiertag im gesamten Frankenreich und im selben Jahr legte Papst Gregor IV. Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November fest. In den orthodoxen Kirchen wird Allerheiligen am ersten Sonntag nach Pfingsten gefeiert.
Allerseelen
Aus dem weiten Verständnis von Heiligkeit in Anlehnung an die biblischen Paulusbriefe passt die Einführung des Festes Allerseelen (lat. »Dies in commemoratione omnium fidelium defunctorum«), dem Gedenktag der Verstorbenen, der am 2. November gefeiert wird und auch heute noch mit bestimmten Bräuchen verbunden ist. Die liturgische Farbe ist violett (oder alternativ: schwarz).
Die Ursprünge des Allerseelenfestes reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Der Abt des französischen Benediktinerklosters Cluny, Odilo von Cluny, führte im Jahr 998 diesen Gedenktag in den ihm unterstellten Klöstern ein, um der Verstorbenen zu gedenken, die noch auf die endgültige Aufnahme in den Himmel warten. Die Praxis verbreitete sich schnell in der westlichen Kirche und wurde im 14. Jahrhundert offiziell in den liturgischen Kalender der katholischen Kirche aufgenommen.
Es ist ein alter und guter Brauch, anlässlich von Allerseelen die Gräber der Verstorbenen aufzusuchen. Denn Christen wissen sich mit den Verstorbenen verbunden, von denen und für die sie hoffen, dass sie durch Christus erlöst sind und ihr Leben bei Gott führen. Diese Auferstehungshoffnung findet u.a. in der Gräbersegnung ihren Ausdruck. Das Aufsuchen der Gräber findet entweder als gemeinsame Gräbersegnung oder individueller Friedhofsbesuch statt. Geeignete Gebete und Texte finden sich z.B. im Gotteslob Nr. 680,8 und 655.
An Allerheiligen und Allerseelen für Verstorbene beten
Über viele Jahrhunderte haben sich die Gläubigen damit befasst, wie sie den Verstorbenen bei der endgültigen Erlösung helfen können. Vor allem durch „gute Werke“ an den armen Menschen im Diesseits wollte man den Seelen im Jenseits helfen, denn Christen gedenken der Toten, weil sie leben, nicht damit sie leben.
Genau deshalb sind sie - wie an jedem anderen Tag auch - angehalten, den Verstorbenen durch Gebet, Almosen, Ablässe, Fasten, Buße und vor allem aber die Feier der Messe (KKK 1032) zu helfen. Durch diese Fürsprache verkürzt sich die Zeit für jene „armen Seelen im Fegefeuer“. Der Kirche als Erinnerungsgemeinschaft geht es darum, den einzelnen Menschen nicht einfach nur technisch zu „entsorgen“, sondern ihn würdig zu bestatten und im Gedächtnis zu behalten.
Das Fegefeuer
Das Lehre des Fegefeuers (Purgatorium, vom lateinischen purgare: reinigen) hat die Kirche auf den Konzilien von Florenz im 15. und Trient im 16. Jahrhundert verbindlich formuliert (KKK 1031), aber die Praxis ist viel älter. Inschriften in den römischen Katakomben bitten um Frieden für die Verstorbenen.
Dahinter steht der Gedanke, dass alle Menschen Fehler und Sünden gemacht haben. Das Fegefeuer ist im katholischen Glauben ein Ort der Reinigung, an dem die Seelen der Verstorbenen für die Vereinigung mit Gott vorbereitet werden, da von Gott beim Endgericht ein gerechtes Urteil über das Leben erwartet wird, d.h. das Fegefeuer dient als Zeit und Ort der Buße, bevor die Seele in den Himmel kommt. Das Fegefeuer ist also keineswegs mit der Hölle zu verwechseln! Die Kirche betont, dass diese Läuterung „von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden ist“ (KKK 1031). Das Fegefeuer ist also keine abgeschwächte Hölle. Wer dort ist, gehört schon zu Gott
Der Katechismus sagt: Wer in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt, aber noch nicht vollkommen geläutert ist, „ist zwar seines ewigen Heiles sicher, macht aber nach dem Tod eine Läuterung durch, um die Heiligkeit zu erlangen, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen zu können“ (KKK 1030).
Das Direktorium über die Volksfrömmigkeit erklärt es mit einem Bild aus der Freundschaft (Direktorium Nr. 251):
Niemand kann in eine herzliche und innige Freundschaft mit Gott gelangen, wenn Gott ihn nicht zuvor von den persönlichen Folgen all seiner Schuld geläutert hat.Auch vergebene Sünden hinterlassen Spuren im Menschen, und diese Spuren werden gereinigt. Pater Leo erklärt auf EWTN:
„Wenn Gott die Nägel herauszieht, nimmt er die ewige Strafe für unsere Sünden von uns. Aber die Löcher bleiben. Das nennen wir die zeitlichen Strafen.“ Das Fegefeuer ist der Ort, an dem auch die Löcher geschlossen werden.Paulus schreibt im ersten Korintherbrief, dass jemand gerettet werde, „doch so wie durch Feuer hindurch“ (1 Kor 3,15). Der erste Petrusbrief spricht vom Glauben, der wie Gold im Feuer geprüft wird (1 Petr 1,7).
Die stärkste Stütze ist das Gebet für die Toten. Im zweiten Makkabäerbuch lässt Judas der Makkabäer ein Sühnopfer darbringen, „damit sie von der Sünde befreit werden“ (2 Makk 12,45). Für Verstorbene zu beten ergibt nur Sinn, wenn ihnen noch geholfen werden kann (KKK 1032).
Ablassmöglichkeiten zu Allerheiligen und Allerseelen
Im Monat November bietet die Kirche Katholiken die Möglichkeit, vollkommene Ablässe für die armen Seelen zu erlangen - in der Hoffnung, die zeitlichen Sündenstrafen, unter denen diese Seelen leiden, vollständig zu tilgen.
Was ist ein vollkommener Ablass?
Nach dem Katechismus der Katholischen Kirche (KKK 1471) ist ein Ablass der Erlass zeitlicher Sündenstrafen, deren Schuld bereits vergeben wurde. Ein vollkommener Ablass tilgt alle diese zeitlichen Sündenstrafen, während ein Teilablass einen Teil davon tilgt. Ablässe können für die Lebenden oder für die verstorbenen Gläubigen erlangt werden.
Am Allerseelentag (bzw. bereits ab 12 Uhr des Allerheiligentags):
Vollkommener Ablass bei Besuch einer Kirche sowie Gebet von Glaubensbekenntnis und Vater Unser unter den gewöhnlichen Ablass-Bedingungen.
Täglich vom 1. bis zum 8. November:
Vollkommener Ablass für die Verstorbenen bei Friedhofsbesuch mit Gebet für die Verstorbenen unter den gewöhnlichen Bedingungen.
Gewöhnliche Bedingungen für einen vollkommenen Ablass:
- Sakramentale Beichte (innerhalb von 20 Tagen vorher oder nachher, eine kann für mehrere Ablässe gelten),
- Empfang des Altarsakraments,
- Gebet nach der Meinung des Hl. Vaters (z.B. Vater Unser, Gegrüßet seist Du Maria und Ehre sei dem Vater),
- vollständige Abkehr von der Anhänglichkeit an die Sünde.
Es ist nur ein vollkommener Ablass pro Tag möglich. Wenn eine Bedingung fehlt, wird ein Teilablass gewährt. Es können mehrere Teilablässe täglich gewonnen werden.
Einige wichtige Punkte, die zu beachten sind:
- Der Empfang der Heiligen Kommunion sowie das Gebet in den Anliegen des Papstes müssen für jeden vollkommenen Ablass jeweils neu vollzogen werden.
- Beichte, Kommunion und Gebet können einige Tage vor oder nach dem mit dem Ablass verbundenen Akt erfolgen. Die Kommunion sowie das Gebet in den Anliegen des Papstes sollten jedoch am selben Tag wie der vorgeschriebene Akt stattfinden.
Brauchtum
Vor allem im süddeutschen Raum und in Österreich hat ein spezielles Gebäck aus Hefeteig eine Jahrhunderte lange Tradition. Das Gebildebrot aus süßem Hefeteig ist in den verschiedenen Regionen unter dem Namen Allerheiligenstriezel (so genannt u.a. im Osten Österreichs), Allerheiligenwecken, Allerheiligenzopf (so genannt u.a. im Westen Österreichs) oder Seelenzopf bekannt. Der Teig wird in der Form eines Zopfes aus drei oder mehr Strängen geflochten und mit Hagelzucker oder Streuseln verziert.
Die Tradition geht in das 17. Jahrhundert zurück. Er soll an die Verbindung von Himmel und Erde, Diesseits und Jenseits, an die liebevolle Gemeinschaft zwischen den auf der Erde Lebenden und den in die Ewigkeit Vorausgegangenen erinnern. Römer 14,7-8:
"Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn."Früher wurden die Allerheiligenstriezel an Kinder und Arme verschenkt, die sich mit »Vergelt's Gott für die armen Seelen« bedankten. Der Dankspruch ist eine kurze Fürbitte für die Toten. In manchen Regionen legte man den Striezel auch auf die Gräber, als Verpflegung, wenn die Verstorbenen in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen auf die Welt zurückkehren.
In manchen Regionen Österreichs wird der Allerheiligentag auch als „Godntag“ begangen. Wie zu Ostern und zu Weihnachten besuchen sich Pate/Patin („God“, „Gote“) und Patenkind („Godnkind“); der Pate oder die Patin nehmen dabei ein kleines Geschenk oder ein Gebildbrot bzw. einen Striezel („Godnsach“) für das Patenkind mit. Auch ein Beschenken des Paten oder der Patin durch das Patenkind ist in manchen Regionen üblich. Traditionell wird zu Allerheiligen auch der in den Weltkriegen gefallenen Soldaten mit Feiern und Kranzniederlegungen vor den Denkmälern gedacht. Oft werden an Straßenrändern Gedenktafeln und Kreuze für Verunglückte aufgestellt.
In Hallein legte man an Allerseelen "Seelenbretzeln" auf die Gräber.
Im Mittelalter kam dem sogenannten Allhallowtide in Großbritannien und Irland eine größere Bedeutung zu. Allhallowtide war eine mehrtägige Ehrung der Toten, die aus All Hallows‘ Eve (der Abend vor Allerheiligen), All Hallows (Allerheiligen am 1. November) und All Souls (Allerseelen am 2. November) bestand. Anstatt frommer Gebete backten die Leute gerne leckere Kekse, um sie an All Souls an Arme oder Kinder zu verteilen, die an die Tür klopften und ein Gedicht oder ein Lied vortrugen ("Souling" genannt). Jeder verschenkte Soul Cake rettete eine Seele aus dem Fegefeuer, sagte man. Mit der Reformation verschwand dieser katholische Brauch in Großbritannien. Mit diesem Spruch bat man um Soul Cakes:
A soul-cake, a soul-cake, please.
Good missus, a soul-cake.
One for Peter, two for Paul,
Three for Him who saved us all.
In Italien werden anlässlich des "festa dei morti" verschiedene "dolci dei morti" zubereitet, um die wiederkehrenden Seelen der Verstorbenen willkommen zu heißen. So ist dies in der Lombardei beispielsweise das sogenannte "pan dei morti": Dunkles, sehr aromatisches, süßes Gebäck aus Eiklar, Kakao, zerbröselten Keksen, Trockenfrüchten und Gewürzen. In Umbrien wiederum tischt man zu dieser Zeit "stinchetti" auf: Kleine, oberschenkelknochenförmige, süße Mandelbäckereien.
In Mexiko wird der "día de muertos" zwischen 31. Oktober und 2. November als großes, fröhliches, kunterbuntes Volksfest gefeiert. Kulinarisch im Mittelpunkt stehen dabei das bekannte "pan de muerto", ein runder Germteiglaib, verziert mit Strängen, welche die Gebeine der Toten darstellen sollen, sowie die "calaveras de dulce", kleine Zuckerfigürchen in Form von Totenschädeln.
In Dänemark wurden zum Allerseelentag Zeilen kleiner, besonders leicht abteilbarer Weizenbrötchen gebacken.
Das Seelenbrot hat vor allem in der schwäbischen Region eine lange Tradition. Diese länglichen Brötchen gehen ebenfalls auf einen Brauchtum zu Allerseelen zurück, denn man dachte, dass die Seelen der Verstorbenen an diesem Tag unter den Lebenden sind und hat diese mit Brot mitversorgt. Danach wurde das Brot an die armen Menschen nach dem Gebet gereicht. Dabei war die längliche Form einfach praktisch, um sie jemanden zu überreichen.
Eine Tradition, die vor allem in Böhmen und Mähren bekannt ist, sind die so genannten Allerseelenkuchen, sogenannten "Dušky" ("Böhmischen" oder "Prager Seelchen"). Dieses Kleingebäck wird aus einem Hefeteig zubereitet und in Schmalz oder Fett herausgebacken und wurde früher, wie auch das Seelenbrot, an die Armen verteilt.
Ein weiterer Brauch, der schon fast in Vergessenheit geraten ist, ist das Essen von Hirsebrei zu Allerseelen. Dabei dachte man, dass jedes gegessene Korn dafür eine Seele aus dem Fegefeuer befreit. Heute wird dieser Brauch zwar kaum noch vollzogen, jedoch sind uns so manche Speisen, wie zum Beispiel das Essen von Grießbrei zu Allerseelen, dadurch geblieben.
Keltischer Aberglaube rund um Allerheiligen
Nach altem Volksglauben stiegen die »armen Seelen« in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen oder in der Nacht auf Allerheiligen, dem keltischen Neujahr, aus dem Fegefeuer auf. Im Englischen heißt der Vorabend von Allerheiligen „All Hallows‘ Eve“ - der „Vorabend des den Heiligen geweihten Tages“ -> „Halloween“.
Katholiken sollten nicht an Aberglauben glauben (KKK 2110) und die Kirche rät davon ab, an paganen Festivitäten mit bösen Gestalten teilzunehmen! Im Gegenteil dazu, erlaubt die Kirche, den Vorabend von Allerheiligen katholisch zu verbringen und rät sogar dazu, ihn "zurückzuerobern".
✝✝✝✝✝✝✝

V: Herr, gib den Verstorbenen die ewige Ruhe,
A: und das ewige Licht leuchte ihnen.
V: Herr, lass sie ruhen in Frieden.
A: Amen.
Gebet zum "Gott des Erbarmens" von Eva-Maria Will:
Gott des Erbarmens,
wir denken heute an alle unsere Verstorbenen, die von uns gegangen sind, und die wir schmerzlich vermissen. Wir erinnern uns besonders an diejenigen, die an oder mit dem Corona-Virus gestorben sind, oft ohne den Beistand ihrer Angehörigen. Wir denken an diejenigen, denen es nicht möglich war, sich zu verabschieden und ihre Verstorbenen auf dem letzten Weg zu begleiten. Lass uns einen Raum finden, um trauern zu können.
Wir bitten Dich, lebendiger Gott, durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder, den Du aus dunkler Nacht in Dein ewiges Licht gerufen hast: Nimm all unsere Verstorbenen auf zu Dir und lass sie Deine Güte und Gerechtigkeit erfahren.
Gott, wir alle sehnen uns nach einem Licht in der Dunkelheit, nach einem Wort, das uns anrührt und unsere Trauer lindert. Führe uns zu den Quellen des Trostes und heile unsere Wunden. Stärke unsere Hoffnung, dass auch wir Gemeinschaft haben werden mit Dir und allen Heiligen und mit denen, die uns schon vorausgegangen sind. Gib uns Kraft, die zu trösten, die in Not sind.
Halte Deine schützende Hand über uns, heute und alle Tage bis in Deine Ewigkeit. Darum bitten wir Dich durch Jesus Christus, Deinen Sohn, in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes.
Amen.
Andere geeignete Gebete und Texte finden sich im Gotteslob, z.B. Nr. 680,8 und 655.
Quellen: Erzdiözese Wien, Erzbistum Köln, Erzbistum Köln, Vivat, Militärordinariat der Republik Österreich, Katholische Kirche Steiermark, Diözese Linz, GuteKueche.de, ichkoche.at, EWTN, EWTN, Priesterbruderschaft St. Petrus.


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